Gründonnerstagswanderung

Mit dem Landrat auf Wanderschaft durch Hünxe

Gründonnerstagswanderung unter dem Motto „Hünxe im Wandel der Zeit". Landrat Dr. Ansgar Müller (Mitte, mit Hut) posiert mit den Teilnehmern der etwa fünfstündigen Rundwanderung für ein Gruppenfoto.

Gründonnerstagswanderung unter dem Motto „Hünxe im Wandel der Zeit". Landrat Dr. Ansgar Müller (Mitte, mit Hut) posiert mit den Teilnehmern der etwa fünfstündigen Rundwanderung für ein Gruppenfoto.

Foto: Dennis Freikamp

Hünxe.   Immer an Gründonnerstag begibt sich Landrat Dr. Ansgar Müller zu Fuß durch die Region, will mit Menschen ins Gespräch kommen – diesmal in Hünxe.

Die Sonne scheint, als sich die gut 50 Teilnehmer der Gründonnerstagswanderung mit dem Landrat Ansgar Müller auf dem Bolzplatz in Krudenburg einfinden. Jedes Jahr am Gründonnerstag begibt sich der Landrat auf Wanderschaft. „Das Wandern ist eine gute Gelegenheit, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und die Landschaft zu genießen“, erklärt er.

„Hünxe im Wandel der Zeit“ heißt das Thema, unter dem die Wanderung stattfindet. „Ich habe das Thema des demografischen Wandels heute in den Mittelpunkt gestellt“, erklärt Ansgar Müller. Die Veränderungen können die Teilnehmer der Wanderung schon in Krudenburg sehen: „In Krudenburg hat vor einiger Zeit die letzte Gaststätte geschlossen“, sagt Hünxes stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Meyer bei ihrer Begrüßung. Sie lobt das „Dorf im Grünen“ – wegen seiner Bewohner: „Es sind die Menschen, die hier leben, die den Ort so liebenswert machen.“

Das Frosch-Motiv in Krudenburg

Dann geht es für die Teilnehmer der Wanderung los. Zuerst auf eine Runde durch Krudenburg selbst. Edith Ostermann-Schelleckes, die stellvertretende Vorsitzende des Hünxer Heimatvereins, führt die Gruppe durch das Dorf. Dessen Name soll vom sächsischen Krötengott Crode abstammen. „Deswegen heißen die Krudenburger in der Umgebung immer noch Frösche“, erklärt Edith Ostermann-Schelleckes. Das Motiv des Frosches findet sich auch am Dorfbrunnen wieder. Hier gibt es für die Teilnehmer der Wanderung einen schönen Blick über die Lippe. „Die Menschen hier lebten früher vom Warenverkehr, vom Fischfang und von der Burg“, erklärt Edith Ostermann-Schelleckes.

Der Warenverkehr über die Lippe kam zu erliegen, als der Fluss immer mehr versandete und so größere Schiffe nicht mehr fahren konnten, weswegen dann auch der nahe Kanal gebaut wurde. Und auch von der Burg, die dem Dorf eins seinen Namen gab, ist nur noch ein Turm zu sehen. „Den kann man für Übernachtungen mieten und das lohnt sich wirklich“, sagt Edith Ostermann-Schelleckes.

LHalt am Schulte-Drevenacks-Hof

Dann verlässt die Wandergruppe das Dorf. Über einen noch von Gras überwucherten Fußweg direkt an der Lippe entlang geht es unter der Dinslakener Straße hindurch, die hier über die Lippe-Brücke führt, in Richtung des Hundesportvereins. Hier startet ein schmaler Weg, der durch die Lippeauen geht, und die Wanderungsteilnehmer genießen das Grün der Büsche und Bäume, die den Pfad säumen. Plötzlich kommt die Gruppe ins Stocken, denn mitten auf dem Weg gibt es etwas zu sehen: Eine Blindschleiche nimmt hier gerade ein Sonnenbad und lässt sich auch von den vorbeiziehenden Wanderern nicht groß stören.

Schließlich erreicht die Gruppe den Schulte-Drevenacks-Hof, wo sie von Inhaber Dirk Buchmann begrüßt werden. „Der Hof hier ist ein Aktivposten bei unserem Versuch, landwirtschaftliche Produkte aus der Region an den Verbraucher zu bringen“, sagt der Landrat. Vom Hof aus wandert die Gruppe schließlich durch das Waldgebiet der Drevenacker Dünen und das Naturschutzgebiet Loosenberge nach Drevenack zurück.

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