PLANUNG

Krematorium an der Grenzstraße ist endgültig vom Tisch

An die Grenzstraße Voerde kommt nun definitiv kein Krematorium.

An die Grenzstraße Voerde kommt nun definitiv kein Krematorium.

Foto: Lars Heidrich

Voerde.   Stadtverwaltung Voerde sprach sich gegen die Ansiedlung aus. Neben dem ursprünglichen Investor hatten sich weitere Interessenten beworben.

Es war eine schnelle Sitzung des Ausschusses für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung, obwohl mit der Ansiedlung eines Krematoriums im Gewerbegebiet Grenzstraße eigentlich ein kontrovers diskutiertes Thema auf der Tagesordnung stand. „Bisher hatten wir das als reine Gewerbeansiedlung betrachtet“, erklärte Bürgermeister Dirk Haarmann zu dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, von der Vermarktung der Grundstücke zur Ansiedlung des Krematoriums abzusehen.

Neben dem ursprünglichen Investor, der schon eingewilligt hatte, das Projekt bei einer Bürgerbeteiligung vorzustellen, hatten sich weitere Interessenten beworben, an der Grenzstraße ein Krematorium einzurichten. „Wir hätten daher ein aufwendiges Konzessionsvergabeverfahren durchführen müssen“, sagte Haarmann. Da von Seiten der Verwaltung allerdings kein Bedarf für ein Krematorium auf dem Stadtgebiet ersichtlich war, sprach sich die Verwaltung gegen eine solche Ansiedlung aus.

Weiteres Thema: „verborgene Schätze“

Begrüßt wurde dagegen das Projekt „verborgene Schätze“ des Landschaftsverbandes Rheinland, in dessen Rahmen auch zwölf Schautafeln im Voerder Stadtgebiet aufgestellt werden sollen. Auf den Tafeln im DIN-A3-Format sind QR-Codes zu sehen, über die man sich kleine Geschichten zu lokalen Themen anhören kann. „Das Projekt rückt Voerdes verborgene Schätze in die Öffentlichkeit und darüber sind wir sehr froh“, erklärte Haarmann. Er sieht hier ein Potenzial, Voerde auch überregional zu einem touristisch interessanten Ziel zu machen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben