Krankenhäuser

Krankenhauspläne: St. Vinzenz-Hospital hat keine große Angst

Das St. Vinzenz-Hospital sieht sich gut aufgestellt für die Zukunft.

Das St. Vinzenz-Hospital sieht sich gut aufgestellt für die Zukunft.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services (Archiv)

Dinslaken.  Das St. Vinzenz-Hospital sieht sich gut aufgestellt und blickt den angekündigten Umbrüchen in der Krankenhauslandschaft in NRW gefasst entgegen.

Das St. Vinzenz-Hospital sieht den angekündigten Umbrüchen in der Krankenhauslandschaft erst einmal gefasst entgegen. „Im kommenden Jahr sollen sich Fachgruppen und Gremien mit dem Gutachten auseinandersetzen und sich dazu äußern“, berichtet Dr. Christoph Heller, Geschäftsführer des St. Vinzenz-Hospitals.

Er war am Donnerstag bei der Vorstellung des NRW-Gutachtens durch Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dabei. Und bekam eine Kurzfassung des Gutachtens mit 152 Seiten gereicht, durch die er sich jetzt erst einmal arbeiten müsse. „Daher kann ich ihnen derzeit noch nicht viel sagen“, so der Geschäftsführer.

Manche Gegen sind laut NRW-Gesundheitsminister überversorgt

Dass die Krankenhauslandschaft vor einem Umbruch steht, hatte Laumann schon vor einiger Zeit mitgeteilt. Manche Gegenden in NRW seien laut vorgestelltem Gutachten überversorgt, in ländlichen Regionen sei eher eine Unterversorgung auszumachen. Was das im einzelnen heißt, welche Abteilungen oder gar Krankenhäuser geschlossen werden sollen, steht noch nicht fest.

Für Dr. Christoph Heller ist das erst einmal kein Grund zu großer Sorge. Denn Fakt sei: „Das St. Vinzenz-Hospital wie auch das evangelische Krankenhaus sind zuständig für die Grund- und Regelversorgung der Stadt. Eine Doppel- oder gar Dreifachvorhaltung gibt es hier eigentlich nicht.“ So gibt es nur eine Gynäkologie und eine Pädiatrie in Dinslaken – man hat sich im St. Vinzenz-Hospital also schon spezialisiert.

Doppelstrukturen zu hinterfragen hält Vinzenz-Geschäftsführer im Prinzip für angemessen

In der Orthopädie habe man sich einen Namen beim Gelenkerhalt gemacht, sei Zweitmeinungsklinik der AOK und europaweit an der Spitze was die Knorpelerneuerung beim Kniegelenk betrifft. „In unserer Klinik steht der Gelenkerhalt im Vordergrund.“ Mit der Psychiatrie habe man einen weiteren Schwerpunkt. „Da sind wir vor nicht allzu langer Zeit noch mit mehr Kapazitäten bedacht worden“, so Heller. Mit der Camillus-Klinik decke man den komplexen Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie ab. Experten für Psychosomatik decken einen weiteren Bereich ab.

Der Krankenhausplan sei eigentlich immer im Wandel und das nun auf der Gesamtfläche Doppelstrukturen hinterfragt würden, hält Heller im Prinzip für angemessen. Es komme allerdings auf die Umsetzung an, die nicht vor 2021 geplant sei. In Dinslaken würden die Krankenhäuser ohnehin schon überregional zusammenarbeiten: „Ich setze auf die Bevölkerung und das Leistungsspektrum, dass wir bieten.“ Der Einzugsbereich des Krankenhauses läge sowohl im städtischen Raum als auch im ländlichen Bereich. Auch überregional würde das St. Vinzenz-Hospital Patienten anziehen.

Aus dem Ev. Krankenhaus war am Freitag keine Stellungnahme zu bekommen.

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