Jobsuche mit Handycap

Dinslaken.   Das Johannahaus ist eine bekannte Adresse mitten in Dinslaken. Es diente einst als Hotel der Postkutschenstation. Heute satteln hier Menschen um, die eine neue berufliche Chance suchen: Arbeitssuchende Menschen mit Schwerbehinderung in eine Beschäftigung zu bringen, ist Ziel des kreisweiten Projektes „win win“ (Weseler Inklusions-Initiative – Wir integrieren nachhaltig). Das Johannahaus ist eines der vier Kompetenzzentren im Kreis Wesel.

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Das Johannahaus ist eine bekannte Adresse mitten in Dinslaken. Es diente einst als Hotel der Postkutschenstation. Heute satteln hier Menschen um, die eine neue berufliche Chance suchen: Arbeitssuchende Menschen mit Schwerbehinderung in eine Beschäftigung zu bringen, ist Ziel des kreisweiten Projektes „win win“ (Weseler Inklusions-Initiative – Wir integrieren nachhaltig). Das Johannahaus ist eines der vier Kompetenzzentren im Kreis Wesel.

Schon 77 Menschen vermittelt

„win win“ ist ein Projekt des Jobcenters Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Wesel. Wie der Caritasverband für die Dekanate Dinslaken und Wesel betreiben die Akademie Klausenhof, die Grafschafter Diakonie/Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers sowie der Caritasverband Moers-Xanten entsprechende Kompetenzzentren in Wesel, Kamp-Lintfort und Moers. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert.

Seit Beginn im Herbst 2015 konnten 77 Menschen mit einer Schwerbehinderung dauerhaft in eine Arbeit vermittelt werden. Insgesamt nehmen 315 Betroffene an dem Projekt teil.

„Die Besonderheit an diesem Projekt ist, dass wir viel Zeit haben, um in Ruhe für jeden Einzelnen eine Perspektive entwickeln können“, so Teamleiter Stefan Stürznickel von der Caritas. Beratungsgespräche, Kompetenzanalysen, Weiterbildungen und Hilfe bei der Bewerbung sind die wichtigsten Instrumente des Werkzeugkastens, um die Betroffenen in einen passenden Job zu vermitteln. „Bei rund einem Viertel gelingt dies dauerhaft – trotz der vielen Schwierigkeiten: „Manche Arbeitgeber scheuen sich, Menschen mit einer Schwerbehinderung einzustellen – und unseren Teilnehmenden fehlt oft nach vielen vergeblichen Versuchen, eine Arbeit zu finden, das Selbstbewusstsein“.

Die Teilnehmenden werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur in das Projekt weitergeleitet. In den vier Kompetenzzentren erhalten die Betroffenen ein individuelles Training, durchlaufen verschiedene Tests und diagnostische Verfahren, erhalten Trainings und umfassende Unterstützung beim Bewerbungsverfahren. Außerdem recherchieren die Projektmitarbeiter passende Stellenangebote und kontaktieren Firmen. Besonders die individuelle Unterstützung ohne Zeitdruck hat sich als sehr vorteilhaft für die Teilnehmenden erwiesen. So manche haben ganz neue Möglichkeiten für sich entdeckt. Auch für viele Firmen lohnt es sich, bei „win win“ anzufragen, wenn sie geeignetes Personal suchen.

Begleitet wird das Projekt von einem Beirat, bestehend aus Vertretern von Trägern, der Kreisverwaltung und aus Handwerk und Industrie. Dieser Kreis berät die Mitarbeitenden im Projekt regelmäßig und hilft bei der Vernetzung des Themas in die Öffentlichkeit. Der Caritasverband hatte dieses Mal in sein Kompetenzzentrum eingeladen und der Projektbeirat erlebte dort im Johannahaus eine sehr konstruktive Sitzung.

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