Aktionstag

Hunderte Besucher beim Brandschutztag der Feuerwehr Voerde

Spektakuläre Einsatzdemonstrationen sorgten für Kurzweil beim Brandschutztag.

Spektakuläre Einsatzdemonstrationen sorgten für Kurzweil beim Brandschutztag.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Voerde.  Den Alltag der Freiwilligen Feuerwehr hautnah erleben, konnten Interessierte in Voerde. Auch die Jugend zeigte ihr Können und ließ viele staunen.

Immer schneller frisst sich das Feuer durch die Holzhütte. Helle Flammen schießen hervor, ein loderndes Flammenmeer entsteht. Doch Martinshorn und Blaulicht verkünden – Hilfe ist unterwegs. Mit quietschenden Reifen hält das Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Voerde am Brandort, die Wehrleute behalten die Ruhe und verschaffen sich einen Überblick.

Blitzschnell ist klar, woher sie das Löschwasser bekommen können. Der Gruppenleiter teilt ruhig seine Leute ein, die Wasserentnahmestelle wird vorbereitet, unter Atemschutz kämpft sich der Trupp mit Schläuchen zum Brandherd vor. Die schier unerträgliche Hitze im Umfeld der brennenden Hütte lässt die Zuschauer zurückweichen. Handys sind gezückt, richten sich auf die Feuerwehrleute, bei denen es inzwischen „Wasser marsch“ heißt, und fotografieren jede Sekunde der Rettungsaktion.

Zuschauer sind bei diesem Feuer ausnahmsweise mal erwünscht

Bei diesem Feuer sind die Zuschauer, die sich zu Hunderten versammelt haben, erwünscht. Denn das Feuer, vorher durch einen Brandmeister gelegt, wird von der Jugendfeuerwehr als Demonstration beim großen Brandschutztag der Freiwilligen Feuerwehr Voerde am Gerätehaus an der Bahnhofstraße gelöscht.

„Die Atemschutzmasken sind übrigens Attrappen“, verrät Feuerwehrmann und Pressechef Detlef Berlin. Um sie anlegen zu dürfen, bedarf es Lehrgängen und einer Tauglichkeitsprüfung, die bei den Jugendlichen nicht vorliegt. Für die Jugendwehr ist dieser Einsatz aber sicherlich ein Highlight, üben sie nicht oft an solch einem Feuer.

Bei der Jugendfeuerwehr gibt es immer noch nur wenige Mädchen

Nele Kupies hat bereits in ihrer eineinhalbjährigen Laufbahn bei der Jugendfeuerwehr einen Brand gelöscht – ebenfalls als Übung, versteht sich. Die Zwölfjährige ist eines der wenigen Mädchen bei der Truppe. „Manchmal ist es schon anstrengend“, verrät sie, denn immerhin übten sie wie die „Großen“ und manches Arbeitsmaterial wäre ganz schön schwer. Doch es mache ihr Spaß und sie freue sich schon jetzt auf den Tag, an dem sie zu der „echten“ Feuerwehr überwechseln könne.

Das wünscht sich auch Anna Lindenkamp. Die Zehnjährige ist seit Februar dabei, will so sein, wie ihr großes Vorbild – der Papa, der ebenfalls als Feuerwehrmann seinen Dienst in Voerde versieht.

Ein großes Lob bekommt die Feuerwehr auch von Bürgermeister Dirk Haarmann

Bürgermeister Dirk Haarmann lobt seine Freiwillige Feuerwehr, eine Hauptamtliche gibt es in Voerde nicht. „Unsere fünf Löschzüge leisten hervorragende Arbeit zum Schutze und Wohl der Voerder Büger“, sagt Haarmann. Dass die ihre Feuerwehr mögen, dafür spricht zumindest der große Andrang, der auf dem Gelände herrscht. Feierstimmung ist angesagt.

Aber auch großes Interesse an den einzelnen Darbietungen und Erklärungen zur Vermeidung von Fettbränden. Dass man beispielsweise eine brennende Pfanne am heimischen Herd ersticken sollte und keinesfalls mit Wasser löscht, das sei immer noch nicht bei allen Menschen angekommen. Bei den Vorführungen der Wehr können die Besucher sehen, welche Folgen ein falsches Verhalten haben kann. Die Kleinen aber zieht es eher zu den Feuerwehrautos und den Wasserschläuchen, die sie unter Hilfe ausprobieren dürfen.

>> DAS FLORIANSBROT BRACHT 1000 EURO SPENDE EIN

  • Das Floriansbrot, das die Bäckerei Ernsting zum Namenstags des St. Florian im Mai eigens für die Freiwillige Feuerwehr gebacken und verkauft hatte, brachte einen Erlös von 1000 Euro ein, der gestern dem Löschzug Voerde symbolisch übergeben wurden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben