Ratten

Firma hat Kampf gegen Ratten an Dinslakener Kita eingestellt

Die Gewächse rund um die Kita Riemenschneiderstraße sollen zurückgeschnitten werden. Dies plant die Stadt als zweite Maßnahme, damit sich Ratten – lichtscheue Tiere – nicht hier wohlfühlen und ansiedeln.

Die Gewächse rund um die Kita Riemenschneiderstraße sollen zurückgeschnitten werden. Dies plant die Stadt als zweite Maßnahme, damit sich Ratten – lichtscheue Tiere – nicht hier wohlfühlen und ansiedeln.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Wie die Stadt erklärte, gebe es laut Einschätzung der Fachfirma keine Rattenplage auf Außengelände. Eltern wurden nun trotzdem doch informiert.

Die Stadt Dinslaken hat die Eltern der Kita-Kinder an der Riemenschneiderstraße nun doch in einem Schreiben über den Rattenbefall auf dem Außengelände informiert. Wie Stadtsprecher Thomas Pieperhoff auf NRZ-Nachfrage erklärte, sei ein Elternbrief „mit dem kompletten Sachverhalt“ am Mittwoch in der Kita verteilt worden. An diesem Tag war auch der Bericht in der NRZ erschienen, auf dem Onlineportal www.nrz.de war er bereits am Dienstagabend zu lesen.

Kämmerjäger hat Dienst auf dem Gelände eingestellt

Der Kammerjägerdienst, den die städtische Kita beauftragt hatte, um die Nagetiere zu vertreiben, habe seinen Dienst bereits am Dienstag eingestellt, stellte Pieperhoff am Mittwoch außerdem richtig. Anders, als er am Dienstag noch gesagt hatte, sei die Fachfirma jede Woche und nicht nur alle zwei Wochen vor Ort gewesen, um die insgesamt fünf ausgelegten Köderboxen zu kontrollieren.

„Bei der ersten Untersuchung wurde festgestellt, dass genau ein Köder gefressen wurde“, sagte Pieperhoff. „Und in der zweiten und dritten Woche konnte der Kammerjägerdienst gar keinen gefressenen Köder ausmachen.“ Deshalb sei die Fachfirma zu der Einschätzung gekommen, „dass es hier keine Rattenplage gibt“.

Stadt Dinslaken plant zweite Maßnahme gegen Ratten

Dieser fachlichen Einschätzung werde die Stadtverwaltung sich anschließen. Sie plant allerdings noch ein zweite Maßnahme auf dem Außengelände: Die Gewächse dort sollen alsbald zurückgeschnitten werden, damit sich Ratten – sehr lichtscheue Tiere – nicht weiter hier wohlfühlen und ansiedeln.

Der NRZ-Bericht hatte auch Reaktionen in der Politik ausgelöst: Thomas Giezek, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses (JHA) und UBV-Mitglied, sowie Lilo Wallerich, Mitglied im JHA und bei den Grünen, haben die Verwaltung dazu aufgefordert, die Jugendpolitischen Sprecher zu einem Ortstermin an der Kita einzuladen. Diesem Wunsch werde die Verwaltung nachkommen, so Stadtsprecher Thomas Pieperhoff. Die Vorwürfe der beiden, dass sie umgehend hätten informiert werden müssen, weist er jedoch zurück.

Verwaltung will künftig „bei solchen Erkenntnissen zeitnah informieren“

Wie man – nach erneuter Rücksprache mit dem Kreisgesundheitsamt in Wesel – nochmal betonen wolle, sei „ein Rattenbefall selbst nicht informationspflichtig“. Anders müsse es bewertet werden, wenn ein Erkrankungsrisiko vorläge. „Aber das gab es zu keiner Zeit“, betont Pieperhoff.

Man habe die Ende Juni entstandene Situation damals sofort sorgfältig abgewägt und sich entschieden, keine Verunsicherung unter den Eltern hervorrufen zu wollen. Der nun herausgegebene Elternbrief endet allerdings mit den Worten: „Wir werden in Zukunft bei solchen Erkenntnissen zeitnah informieren.“ Es könne also sein, dass eine ähnliche Situation beim nächsten Mal anders bewertet werde, so Pieperhoff.

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