Drogenhandel

Ecstasy-Verkäufe auf Hünxer Parkplatz – Prozess gestartet

Vier Übergaben soll es im Tatzeitraum gegeben haben. Insgesamt 4000 Ecstasy-Tabletten und 200 Gramm MDMA. (Symbolbild)

Vier Übergaben soll es im Tatzeitraum gegeben haben. Insgesamt 4000 Ecstasy-Tabletten und 200 Gramm MDMA. (Symbolbild)

Foto: Henning Kaiser / dpa

Hünxe/Duisburg.  Tausende Ecstasy-Pillen soll ein Niederländer auf einem Parkplatz in Hünxe verkauft haben – auch an zwei Dinslakener. Nun startete der Prozess.

Wegen Drogenhandels steht ein 49-jähriger Niederländer vor dem Landgericht Duisburg. Zwischen Oktober 2016 und Mai 2017 soll er auf einem Parkplatz in Hünxe mehrfach größere Mengen Ecstasy übergeben haben.

Abnehmer waren zwei Männer aus Dinslaken, die bereits im vergangenen Jahr wegen ihrer umfangreichen Drogenaktivitäten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren. Der 49-jährige Niederländer, der zu Beginn des Prozesses ein Teilgeständnis ablegte, war nur einer von mehreren Lieferanten, die das Duo mit verschiedenen Sorten Rauschgift belieferte.

Vier Übergaben soll es im Tatzeitraum gegeben haben. Insgesamt 4000 Ecstasy-Tabletten und 200 Gramm MDMA, dem Grundstoff für die Herstellung der Pillen, sollen bei den Übergaben den Besitzer gewechselt haben. Zuletzt wollen noch einmal 1200 Pillen bestellt worden sein. Doch da sah schon die Polizei dem Treiben der Haupttäter zu.

1000 Pillen beim ersten Treffen in Hünxe

Einer von ihnen erinnerte sich im Zeugenstand an die Großzügigkeit des Angeklagten. „Er hat uns Ecstasy angeboten. Das haben wir damals zwar gerade gar nicht gesucht, aber er gab uns schon beim ersten Treffen 1000 Pillen und sagte, wir könnten ja später bezahlen.“ Mehrfach habe er sich mit dem Angeklagten getroffen, um Geld zu übergeben. „Eine Pille kostete 1,20 Euro.“

Die Geschäfte mit dem Niederländer hat der Zeuge in schlechter Erinnerung. Das lag an seinem damaligen Freund und späteren Mitangeklagten. „Er hat zwar einen Teil der Drogen genommen, aber bezahlt habe ich die“, schnaubt der Häftling. Ansonsten könne er sich aber an viele Details nicht mehr erinnern.

Für das Verfahren sind bis zum 9. Januar zwei weitere Sitzungstage geplant.

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