Sexueller Missbrauch

Dinslakener missbrauchte Nichten: Dreieinhalb Jahre Haft

Ein 32-Jähriger aus Dinslaken wurde nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er sich insgesamt zehn Mal an seinen zwei Nichten vergangen hat.

Ein 32-Jähriger aus Dinslaken wurde nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er sich insgesamt zehn Mal an seinen zwei Nichten vergangen hat.

Foto: Kurt Michelis / FFS

Dinslaken/Duisburg.  32-Jähriger hatte schon beim Prozessauftakt gestanden, die Mädchen (6 und 8) missbraucht zu haben. Er hat immer noch Kontakt zu deren Mutter.

Wegen Kindesmissbrauchs muss ein 32-jähriger Dinslakener dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Duisburg verurteilte ihn, weil er seine eigenen Nichten zwischen Mai 2015 und Februar 2016 in zehn Fällen sexuell missbrauchte.

Bereits zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte ein rückhaltloses Geständnis abgelegt. Danach hatte er zunächst die kindliche Neugier der beiden zu Beginn der Taten sechs und acht Jahre alten Mädchen schamlos ausgenutzt, als er, weil seine Schwester abends arbeiten musste, in deren Wohnung im Bruch auf ihre Kinder aufpasste. „Sie interessierten sich für das, was in meiner Hose war“, so der Angeklagte. „Ich habe ihre Neugier ausgenutzt.“ Das sei eine große Dummheit gewesen.

Opfer vertraute sich Lehrerin an

Was nach der Darstellung des Angeklagten zunächst als Spiel begann, steigerte sich bald. Am Ende hätte er die Kinder zu sexuellen Handlungen aufgefordert und sich an ihren Körpern gerieben, so der 32-Jährige. Als die Kinder das nicht mehr lustig fanden, hätte er mit seinen Annäherungen sofort aufgehört. „Ich habe mir wegen meiner Taten Vorwürfe gemacht“, beteuerte der Angeklagte. Als die Sache nach Jahren aufflog, weil sich eines der Mädchen einer Lehrerin anvertraute, war der 32-Jährige sofort zur Polizei gegangen und hatte ein volles Geständnis abgelegt.

Ein Umstand, der sich bei der Strafzumessung erheblich zu Gunsten des bislang nicht vorbestraften Mannes auswirkte. Ebenso die Tatsache, dass er seine sexuellen Übergriffe auch vor Gericht zugab, womit er den jungen Geschädigten eine Zeugenaussage ersparte.

Schwester wollte nicht aussagen

So erstaunlich wie der Gang des Angeklagten zur Polizei ist auch, dass die familiären Kontakte zu seiner Schwester bis heute nicht abgerissen sind. Vor Gericht hatte die 36-Jährige nicht gegen ihren Bruder aussagen wollen.

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