Bürgermeistersprechstunde

Bürgermeistersprechstunde in Voerde: Klimagedanke ist Thema

Bürgermeistersprechstunde mit Dirk Haarmann auf dem Wochenmarkt in Friedrichsfeld (v.l.): Marco Krebs und Kerstin Frank mit den Kindern Florian (4), und Lotte Marie (15 Monate).

Bürgermeistersprechstunde mit Dirk Haarmann auf dem Wochenmarkt in Friedrichsfeld (v.l.): Marco Krebs und Kerstin Frank mit den Kindern Florian (4), und Lotte Marie (15 Monate).

Foto: Gerd Hermann / FFS

Voerde.  In seiner Bürgermeistersprechstunde auf dem Friedrichsfelder Markt stand Dirk Haarmann Rede und Antwort. Zustand der Grünanlagen wurde kritisiert.

Es ist eine ungewöhnliche Idee, mit der Dirk Haarmann von den ersten Besuchern seiner Bürgermeistersprechstunde auf dem Friedrichsfelder Wochenmarkt konfrontiert wird. Kerstin Frank hat angesichts von Rekordtemperaturen über Klimaanlagen in Schulen und Kitas nachgedacht. „Das ist zwar eine schöne Idee, aber es erzeugt natürlich auch wieder CO2“, sagt sie. „Deswegen wollte ich vorschlagen, die Dächer und Fassaden von öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kitas zu begrünen“, erklärt sie. Im Fernsehen hatte sie einen Bericht darüber gesehen, dass die Begrünung der Gebäude auch für eine zusätzliche Kühlwirkung sorgen soll. „Außerdem wäre das relativ kostengünstig und die Pflanzen würden CO2 aufnehmen und zusätzlichen Sauerstoff produzieren“, sagt sie.

Begrünung von Gebäuden: Bürgermeister zeigt sich Idee aufgeschlossen

Dirk Haarmann zeigt sich dieser Idee aufgeschlossen. Kerstin Frank, die mit Marco Krebs und den Kindern Florian (4) und Lotte Marie (1) zur Sprechstunde gekommen ist, hat noch einen weiteren Vorschlag: Einen Kasten, in den die Bürger ihre Ideen zum Klimaschutz einbringen können. „Jeder macht im Alltag andere Erfahrungen und es gibt sicher viele Menschen, die Vorschläge zu machen haben“, sagt Kerstin Frank. Ihr Begleiter Marco Krebs hat da noch ein anderes Anliegen: mehr Schattenflächen auf dem Voerder Rathausplatz. „Wenn da im Sommer die Sonne drauf scheint, möchte man da nicht sitzen“, sagt er. Dirk Haarmann verweist auf die Bäume, die auf dem Platz noch wachsen werden. Ansonsten, so versichert er, wolle man den Rathausplatz ohnehin noch einmal in verschiedenen Punkten betrachten und eventuell auch verändern.

Bäume sind bei der Bürgermeistersprechstunde in einem anderen Zusammenhang ein Thema: Mehrere Bürger beklagen den Zustand von Grünanlagen in der Stadt. Dirk Haarmann hört Beschwerden dieser Art in seiner Sprechstunde fast immer. „Wir haben im Bereich der Grünpflege keine Vollausstattung bei den Stellen und wir kommen da im Sommer einfach nicht nach“, sagt er zu diesem Thema. Zudem habe die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zusätzliche Kräfte gebunden, die dann natürlich bei der Pflege der Grünflächen der Stadt fehlten. Allerdings gibt es von ein paar Besuchern der Sprechstunde auch Lob dafür, dass an einigen Stellen mehr Grün stehenbleibt. „Wenn es keine Sichtachsen behindert, lassen wir es auch schon mal wachsen, um Futter für die Bienen bereitzustellen“, sagt Dirk Haarmann.

Einige Themen, die speziell die Friedrichsfelder Bürger beschäftigen

Aber es gibt auch einige Themen, die speziell die Friedrichsfelder beschäftigen. Ein Mann erkundigt sich etwa nach den Sanierungsarbeiten im Hallenbad. „Wenn das Freibad schließt, soll das Hallenbad wieder öffnen“, versichert ihm Dirk Haarmann. Doris Beetz macht den Bürgermeister darauf aufmerksam, dass an den Zugängen zum Kanal sehr viel Müll liegt, der teilweise schon seit Wochen nicht beseitigt wird. „Ich werde da jemanden vorbeischicken“, sagt Dirk Haarmann. Hermann Schmitz hätte gerne eine Entschärfung der Verkehrssituation an den Bushaltestellen am Friedrichsfelder Bahnhof. „Wenn da ein Bus anhält, ist immer Chaos“, erklärt er. Er wäre dafür, auf beiden Seiten der Straße ein Halteverbot einzurichten, das bisher nur auf einer Straßenseite besteht. Haarmann versichert ihm, diese Möglichkeit prüfen zu lassen.

Schließlich hätte ein Bürger gerne noch einen Zebrastreifen oder eine ähnliche Querungshilfe, um sicher über die Lessingstraße zum Marktplatz zu kommen. „Wir wollen da auf jeden Fall optische Markierungen haben, die Autofahrer darauf hinweisen, dass hier auch Fußgänger kreuzen“, sagt Dirk Haarmann. Ein Zebrastreifen sei an der Stelle wohl nicht möglich, aber er wolle das prüfen lassen.

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