Staatsanwaltschaft

Bluttat am Bahnhof Voerde: Mann soll wohl in Psychiatrie

Im Juli hat ein Mann eine junge Mutter aus Voerde vor den Zug gestoßen und getötet.

Im Juli hat ein Mann eine junge Mutter aus Voerde vor den Zug gestoßen und getötet.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Voerde/Duisburg.  Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann, der eine Frau in Voerde getötet haben soll, eingeschränkt oder auch ganz schuldunfähig ist.

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Die Staatsanwaltschaft Duisburg hält den Hamminkelner, der Ende Juli eine 34-Jährige vor einen einfahrenden Zug am Bahnhof Voerde gestoßen haben soll, für nur eingeschränkt oder auch ganz schuldunfähig.

Dies würde, wie berichtet, bedeuten, dass der Mann nicht verurteilt werden kann. Statt Gefängnis droht ihm dann die dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik.

Entscheidung des Gerichts soll in ein bis zwei Wochen vorliegen

Die Staatsanwaltschaft hat nun statt einer Anklage eine Antragsschrift bei Gericht eingereicht. „Darüber hat das Gericht aber noch nicht entschieden“, erklärt Sarah Bader, Pressesprecherin des Landgerichts Duisburg, auf NRZ-Anfrage. Mit einer Entscheidung des Gerichts sei in ein bis zwei Wochen zu rechnen.

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Ob Anklage oder Antragsschrift, der Tatvorwurf bleibt der gleiche: Er lautet auf Mord. Laut Ansicht der Staatsanwaltschaft soll der damals 28-Jährige heimtückisch gehandelt haben, „da er den Umstand geduldet haben soll, dass die Geschädigte nicht mit dem Angriff rechnete“, so Pressesprecherin Bader. Auch soll er aus Mordlust gehandelt haben.

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An einem Samstagmorgen Ende Juli hatte der Beschuldigte Jackson B. am Bahnhof Voerde eine 34-Jährige vom Bahnsteig ins Gleis gestoßen – vor den einfahrenden Regionalexpress. Die aus Voerde stammende Frau wurde von dem Zug überrollt – sie verstarb trotz notärztlicher Versorgung noch am Unfallort an den Folgen ihrer schweren Verletzungen.

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