WOHNEN

Bezahlbares Wohnen auf Gelände der Glückauf-Schule Dinslaken

So sehen die Planungen für das Wohnquartier auf dem Gelände der Glückauf-Schule aus.

So sehen die Planungen für das Wohnquartier auf dem Gelände der Glückauf-Schule aus.

Foto: Stadt Dinslaken

Dinslaken.   Dinslaken will auf dem Gelände der ehemaligen Glückauf-Schule bis zu 50 Wohneinheiten schaffen und hat ein Handlungskonzept Wohnen erstellt.

Vor zehn Jahren wurde die Glückauf-Schule geschlossen und abgerissen. Seitdem liegt das Grundstück brach, wurde von der Natur zurückerobert, von manchem Bürger als Müllabladestelle missbraucht. Nun sollen auf dem 11.000 Quadratmeter großen Gelände mehrere dreigeschossige Mehrfamilienhäuser sowie an der Haldenstraße zweigeschossige Eigentums-Doppelhäuser entstehen. Geplant sind 40 bis 50 Wohneinheiten für etwa 80 bis 110 Bürger. In der Mitte ist ein zentraler Quartiersplatz vorgesehen.

Das ist geplant

Die Zielvorgabe ist die Entwicklung bezahlbaren Wohnungsneubaus. Das soll im Zuge des Kooperativen Baulandmodells geschehen, nach dem mindestens 30 Prozent der Wohneinheiten nach den Kriterien des öffentlich geförderten Wohnungsbaus herzustellen sind. Vor allem sollen Wohnungen für Familien, Haushalte mit Kindern, Singles oder Paare ab 55 Jahren mit „geringer bis mittlerer Wohnkaufkraft“ geschaffen werden, so die Stadt.

Bei mindestens einem Drittel der Wohnungen soll sich die Miete an der

Bewilligungsmiete für den öffentlich geförderten Neubau von 5,55 Euro pro Quadratmeter orientieren. Die Wohnungen liegen damit laut Stadtverwaltung im oberen Angebotspreisniveau des Stadtteils Lohberg. Die Stadt will damit „den hohen Verlusten preisgünstiger bzw. preisgebundener Bestände in Dinslaken“ entgegenwirken. Diese sind seit 2006 um die Hälfte zurückgegangen, bis 2030 wird ein weiterer Rückgang bis 2030 um rund 30 Prozent erwartet. In Dinslaken sind laut Stadt 50 Prozent aller Haushalte und 80 Prozent aller Rentner-Haushalte theoretisch Bezugsberechtigte einer Sozialwohnung.

Das ist eine weitere Perspektive

Perspektivisch schließt die Stadt neben dem Glückauf-Gelände den gesamten Bereich zwischen Halden- und Dorotheenstraße ein –

insgesamt also 2,4 Hektar. Während die Überplanung des Glückauf-Geländes kurzfristig realisierbar ist, hat die weitere Planung für die weitere Bebauung derzeit noch visionären Charakter. Grundidee ist eine fußläufige Verbindung zwischen Freizeitanlage Lohberg, Martin-Luther-Platz und Kreativ Quartier. Entlang dieser Achse könnten – ebenso wie auf dem Glückauf-Grundstück – Mehrfamilien- und Doppelhäuser mit insgesamt etwa 40 neuen Wohneinheiten, Grünflächen und einem Quartiersplatz entstehen.

Die Glückauf-Sporthalle, für deren Fortbestand die Verwaltung sich im letzten Sportausschuss eingesetzt hat, ist in dieser Planung nicht enthalten. Allerdings handele es sich dabei „nur um eine langfristige Idee, wohin sich das Gebiet mal entwickeln könnte oder auch nicht“, so Stadtsprecher Marcel Sturm auf Nachfrage der NRZ. Zur Veranschaulichung der Wegebeziehung seien bestehende Gebäude „auf dem Papier überplant“ worden. An der Absicht, die Sporthalle zu erhalten, habe sich nichts geändert. Zudem ist für den erweiterten Planbereich ein Bebauungsplan vonnöten und „es besteht weiterer Klärungsbedarf“, so die Verwaltung.

Die stadteigene Flächenentwicklungsgesellschaft Din Fleg hat bereits erste Gespräche zur Investitionsbereitschaft für den gesamten Bereich geführt.

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