Beigeordnetenstelle

Beigeordnetenstelle in Voerde: Anderer Kandidat hat zugesagt

Möglicherweise ist der Verwaltungsvorstand im Voerder Rathaus schon ab Herbst wieder komplett besetzt.

Möglicherweise ist der Verwaltungsvorstand im Voerder Rathaus schon ab Herbst wieder komplett besetzt.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Voerde.  Nachdem der erste Bewerber für die Beigeordnetenstelle plötzlich abgesprungen war, drohte die Neuausschreibung der Stelle. Die ist nun vom Tisch.

Ende gut, alles gut: Nach dem Rückzieher des Kandidaten für den Posten des zweiten Beigeordneten, auf den sich die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP im Vorfeld verständigt hatten, tritt der schlimmste Fall – die erneute Ausschreibung der Stelle – nicht ein. Die Hoffnung, dass der andere, auch von einem Teil der SPD-Fraktion zunächst bevorzugte Kandidat trotz der ihm erteilten Absage nach Voerde wechseln würde, hat sich erfüllt. Und dieser kann, anders als der zuerst bevorzugte Aspirant auf den Posten, auf die Unterstützung aller Fraktionen bauen. Auch die Wählergemeinschaft (WGV) wird am 31. Juli dabei sein, wenn der designierte zweite Beigeordnete bei einem gemeinsamen Pressetermin der Fraktionen im Voerder Stadtrat der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Seine Wahl soll noch in der Sommerpause erfolgen: Für knapp drei Wochen später, am 20. August, ist eine Sondersitzung des Stadtrates anberaumt.

Erleichterung bei der Politik ist groß

Die Erleichterung bei der Politik über die gefundene Lösung ist groß. SPD-Fraktionsvorsitzender Uwe Goemann ist froh, dass der Bewerber „nicht abschlägig reagiert“ habe, als er gefragt wurde, ob er sich nach wie vor vorstellen könnte, an die Stadt am Niederrhein zu kommen. Auch zeigt sich Goemann erfreut darüber, dass sich nun alle Fraktionen auf einen Kandidaten haben einigen können. Die Stadt bekomme für den Posten, der die Leitung der Fachbereiche Soziales und Jugend sowie Bildung, Sport und Kultur umfasst, jemanden mit Erfahrung in diesen Bereichen.

Hoffen auf zeitnahen Wechsel

CDU-Fraktionsvorsitzender Ingo Hülser, der noch einmal betont, dass beide Kandidaten „gleichwertig“ seien, ist froh über die Zusage. Hätte neu ausgeschrieben und damit die komplette Abstimmungsrunde wieder laufen müssen, wäre für ihn nicht klar gewesen, ob sich am Ende einen geeigneter Anwärter auf die Beigeordnetenstelle gefunden hätte. Auch hätte die Neubesetzung der Stelle dann erst viel später erfolgen können.

Hülser und SPD-Fraktionschef Goemann setzen auf einen möglichst zeitnahen Wechsel. Goemann hofft auf einen Start zum 1. September, also nicht einmal zwei Wochen nach der Wahl durch den Stadtrat. Dann wäre der Verwaltungsvorstand wieder komplett. Zum 1. September beginnt auch das Beschäftigungsverhältnis von Nicole Johann als Erste und Technische Beigeordnete bei der Stadt Voerde. Sie folgt auf Wilfried Limke, der sich in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet hat. Sein letzter Arbeitstag im Voerder Rathaus wäre offiziell der 31. August gewesen, wegen noch ausstehenden Urlaubs war es bereits Ende vergangener Woche so weit.

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