Bauprojekt

Awo startet mit Bau altengerechter Wohnungen in Voerde

Die Bodenplatte liegt, der Grundrahmen wird gerade gemacht: So sieht es auf der Baustelle am Sternbuschweg 3 in der Innenstadt derzeit aus.

Die Bodenplatte liegt, der Grundrahmen wird gerade gemacht: So sieht es auf der Baustelle am Sternbuschweg 3 in der Innenstadt derzeit aus.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Voerde.  Die Awo baut sechs altengerechte Wohnungen und eine Begegnungsstätte am Sternbuschweg in Voerde. Im Sommer 2020 sollen Bewohner einziehen können.

Es tut sich was am Sternbuschweg 3 in der Innenstadt: Der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) baut dort, wie berichtet, sechs altengerechte Mietwohnungen und eine Begegnungsstätte, die auf rund 65 Quadratmetern Platz finden soll.

„Wir haben die Fläche vermessen, die Bodenplatte ist bereits da und der Grundrahmen wird gerade gemacht“, erklärt Dr. Bernd Kwiatkowski, der Vorstand für den Bereich Fachpolitik des Kreisverbandes. Die Fördermittel, die die Awo für das Bauprojekt beim Deutschen Hilfswerk beantragt habe, seien mittlerweile ebenfalls genehmigt worden.

Mieter sollen im Juni oder Juli 2020 einziehen können

Im Juni oder Juli des kommenden Jahres, so schätzt Kwiatkowski, könnten die ersten Mieter einziehen. Auch der Awo-Stützpunkt Voerde soll dann dort sein neues Zuhause bekommen – derzeit ist er noch im DRK-Heim an der Ringstraße untergebracht.

„Wir hoffen durch den Umzug ein zentraleres Einzugsgebiet zu bekommen“, sagt Reinhard Krüger vom Stützpunkt Voerde. Ebenfalls mit schwinge die Hoffnung, sich durch den Umzug neuen Personen zu öffnen und möglicherweise „auch etwas zu verjüngen“.

Dreigeschossiges Gebäude mit Klinkerfassade

Das neue Gebäude wird mit Klinkerfassade gebaut und ist dreigeschossig. Die Begegnungsstätte sowie eine der sechs Wohnungen werden im Parterre untergebracht, die anderen fünf im Ober- und im Dachgeschoss. Die Wohnungen sollen, wie berichtet, zwischen 45 und 67 Quadratmeter groß sein, Awo-Vorstand Kwiatkowski betitelt sie als „Servicewohnungen“: „Das heißt, dass wir den Wohnraum zur Verfügung stellen, aber auch die Möglichkeit anbieten, Zusatzleistungen in Anspruch zu nehmen und über uns hinzu zu buchen“, erklärt er. Dazu gehören zum Beispiel Essen auf Rädern, ambulante Pflege, hauswirtschaftliche Dienste oder Einkaufsdienste.

Die Begegnungsstätte hingegen böte Platz für Kleingruppen von fünf bis 15 Personen. Hier sollen unterschiedliche Veranstaltungen – Spiele- und Kaffeenachmittag, Sing- oder Skatrunden – stattfinden können, auch eine Pflege- und eine Flüchtlingsberatung möchte der Kreisverband künftig anbieten.

Begegnungsstätte gab es bis Ende August 2015 schon

Der Awo-Kreisverband hatte auf dem Gelände in der Stadtmitte bereits bis Ende August 2015 eine Begegnungsstätte betrieben. Da die Betriebskosten für den Verband damals aber zu hoch gewesen und die Einrichtung aus eigenen Kräften finanziell nicht mehr zu stemmen gewesen sei, entschloss sich der Verband dazu, das alte Gebäude abzureißen. Dies war im Frühjahr 2019 geschehen.

Nachdem die Stadt Voerde dann den Bauantrag genehmigt und das Deutsche Hilfswerk die Fördermittel bewilligt hat, hat der Awo-Kreisverband nun mit dem Neubau begonnen. Awo-Vorstand Dr. Bernd Kwiatkowski beziffert die Investitionssumme mit „etwas über einer Million Euro“.

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