Voerde. Der 165 Meter hohe Kühlturm im ehemaligen Steag-Kraftwerk Voerde ist am Sonntagmorgen gefallen. Die Chronik dieses besonderen Tages in Möllen.

  • Der Kühlturm im Kraftwerk Voerde ist am Sonntag, 3. Dezember, um 11 Uhr erfolgreich gesprengt worden.
  • Hunderte Menschen verfolgten das Spektakel von den Straßen aus.
  • RWE und die Sprengmeisterin sind mit dem Verlauf der Sprengung zufrieden.
  • Es gibt spektakuläre Fotos der Sprengung.
  • Im Video haben wir die Sprengung aus verschiedenen Perspektiven festgehalten.

Kühlturm-Sprengung in Voerde - alle Informationen im Newsblog

15 Uhr: Wir beenden unseren Liveblog

An dieser Stelle beenden wir unseren Liveblog. Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und wünschen allen Leserinnen und Lesern noch einen schönen ersten Advent

14.15 Uhr: NRZ-Leserin schreibt Gedicht über Kühlturm-Sprengung

Ingrid Hassmann hat uns nach der Sprengung ein Gedicht geschickt. Sie schreibt diese Zeilen über die Kühlturm-Sprengung:

Denkt euch, ich habe die Spreng-Pläne geseh’n / in der Steag-Verwaltung, handschriftlich schön / geheim gehalten bis heute. / Dort stand es ausführlich beschrieben / der Erfolg gab ihm Recht - mit der Sprengung soeben / so manche werden jetzt ihr Gläschen erheben. Die Aufregung groß und das Medieninteresse /begleitet vom Fernsehen und der Presse. / Die Sprengpartys nehmen ihren Verlauf. / Wie’s geschehen ist, möchtet ihr wissen? / Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack - / Das alles war kein Schabernack! / Gefallen, der Kühlturm, ganz butterweich! / Sprengmeisterin ist des Erfolges reich! / Es war etwas staubig, jedoch alles im Rahmen! / Und es roch nicht nach Äpfeln und Nüssen… / Nun ist er weg, der mächtige Klotz, / und es geschieht Neues, nichtsdestotrotz, / die Landmarke am Rhein ist Geschichte.

14.05 Uhr: So sah die Sprengung aus der Luft aus

Unsere Fotografen haben die Sprengung des Kühlturms aus verschiedenen Perspektiven im Video festgehalten – unter anderem mit einer Drohne. Wir haben die Videos zusammengeschnitten.

Kühlturm-Sprengung in Voerde

weitere Videos

    12.46: Sprengmeisterin nennt Kühlturm-Sprengung „Punktlandung“

    Mit 240 Kilogramm Sprengstoff und 1050 Zündern wurde der Kühlturm gesprengt. Das berichtet Sprengmeisterin Ulrike Matthes derzeit bei der Pressekonferenz. „Das ist relativ viel für eine Abbruchsprengung“, sagt die Expertin. Der Kühlturm sei genau so gefallen, wie Matthes und ihr Team es lange geplant hatten. „Es war eine Punktlandung.“

    Das Sprengteam um Sprengmeisterin Ulrike Matthes (2.v.l.). Sie brachte den Kühlturm in Voerde zu Fall.
    Das Sprengteam um Sprengmeisterin Ulrike Matthes (2.v.l.). Sie brachte den Kühlturm in Voerde zu Fall. © Dinslaken | RWE

    12.31 Uhr: Die Sprengung aus der Luft

    Mit seiner Drohne hat unser Fotograf tolle Aufnahmen der Kühlturm-Sprengung aus der Luft gemacht. Hier geht‘s zu den Bildern.

    12.15 Uhr: Straßensperrungen werden aufgehoben

    Die Kontrollen nach der Sprengung sind abgeschlossen, die bis dato gesperrte Frankfurter Straße und die Rahmstraße können wieder befahren werden. Die bis 13 Uhr angesetzte Sperrzone wird damit aufgehoben.

    12 Uhr: So sieht es jetzt auf dem Gelände des Kraftwerks aus

    Das hier einmal der Kühlturm stand, lässt sich nur noch erahnen. Von dem Steag-Turm ist nach der Sprengung nicht mehr viel übrig.

    So sieht es eine Stunde nach der Sprengung auf dem Gelände des Kraftwerks Voerde aus.
    So sieht es eine Stunde nach der Sprengung auf dem Gelände des Kraftwerks Voerde aus. © Dinslaken | Sprengteam

    11.50 Uhr: Feuerwehr in Löhnen machte aus der Sprengung ein Event

    Nicht nur in Möllen wurde die Sprengung von Schaulustigen beobachtet: Hunderte von Menschen standen an der Hohen Straße zwischen den Rheindörfern Mehrum, Löhnen und Götterswickerhamm. Über die freien Felder gab es freie Sicht auf den Koloss. Der Löschzug Löhnen der Freiwilligen Feuerwehr Voerde hatte via WhatsApp zum Event geladen. „Eigentlich wollten wir nur einen Anlaufpunkt für die Menschen in den Rheindörfer bieten“, sagt Löschzugführer Markus Rissel. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen kommen.“

    11.45 Uhr: Weitere Fotos von der Kühlturm-Sprengung

    Der Kühlturm in Voerde ist nun Geschichte. Hier sind die spektakulären Bilder der Sprengung. Wir aktualisieren die Fotostrecke fortlaufend.

    11.35 Uhr: Möllener zur Sprengung: „hatte Gänsehaut“

    Heinz Jonda (61) hat 30 Jahre im Kraftwerk Möllen gearbeitet, war vier Jahre Betriebsratsvorsitzender und hat die Schließung begleitet. Die Sprengung hat er sich an der Schlesierstraße in Möllen angesehen: „Ich hatte Gänsehaut“, sagt er. Aber der Rückbau sei „unvermeidlich. Hauptsache ist, dass jetzt etwas Neues kommt.“

    11.30 Uhr: RWE ist mit Sprengung zufrieden

    Eine halbe Stunde nach der Sprengung kontrolliert Sprengmeisterin Ulrike Matthes aktuell den Bereich innerhalb der Sperrzone. Es kann noch eine gute Stunde dauern, bis die Straßen wieder freigegeben werden. RWE ist kurz nach der Sprengung aber zufrieden. „Die Sprengung ist sauber gelaufen“, so das erste Fazit von RWE-Sprecher Olaf Winter.

    11.21 Uhr: Möllener haben Feuerwerk gezündet

    Einige Möllener Bürger haben den neuen Ausblick mit einem kleinen Feuerwerk begrüßt, berichtet unsere Reporterin vor Ort.

    11.15 Uhr Fotos zeigen, wie der Koloss zusammenfällt

    Unser Fotograf hat den Moment der Sprengung festgehalten. Der Kühlturm ist innerhalb weniger Sekunden in sich zusammengesackt.

    Viele Menschen schauten zu, wie der Kühlturm in Voerde gesprengt wurde.
    Viele Menschen schauten zu, wie der Kühlturm in Voerde gesprengt wurde. © FUNKE Foto Services | Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

    11.10 Uhr: Applaus für erfolgreiche Sprengung

    Auf dem Gelände von Glückauf Möllen gab es teilweise Applaus für die erfolgreiche Sprengung. Allmählich verlassen die Besucher die Abrissparty. Die Staubwolke, die der 165-Meter-Koloss hinterlassen hat, zieht in Richtung Norden nach Voerde.

    11 Uhr: Der Kühlturm ist gesprengt

    Der Kühlturm ist mit einem lauten Knall zusammengefallen! Die Sprengung war erfolgreich.

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    10.59 Uhr: Vergrämungsschuss soll Tiere verscheuchen

    Ein erster Knall war schon zu hören – der sogenannte Vergrämungsschuss, der Tiere aus dem unmittelbaren Umfeld des Kühlturms verscheuchen soll.

    10.56 Uhr: Sprengung erfolgt pünktlich um 11 Uhr

    Die zwei weiteren Fanfarenstöße waren zu hören. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt RWE-Sprecher Olaf Winter. Pünktlich um 11 Uhr soll der Kühlturm gesprengt werden.

    10.53 Uhr: Wir zeigen die Sprengung live

    Nur noch wenige Minuten, dann wird der Kühlturm gesprengt. Wir zeigen die Sprengung live.

    10.45 Uhr: Edeka-Betreiber Andre Stepper schaut Sprengung vom Balkon aus

    Mit 20 Gästen schaut sich Andre Stepper, Betreiber der Edeka-Märkte in Spellen und Friedrichsfeld, die Sprengung von seinem heimischen Balkon an. Das Lied „Time to say Goodbaye“ läuft gerade zum Abschied des Kühlturms.

    10.40 Uhr: Sportplatz bei Glückauf Möllen füllt sich

    Auf dem Sportplatz bei Glückauf Möllen war der Fanfarenstoß eher leise zu hören. Mittlerweile ist hier einiges los: Dörte und Heinz Kratz schauen sich mit ihrem Enkel Finn (6) von hier aus die Sprengung an. „Es tut schon weh“, sagt Dörte Kratz mit Blick auf den gleich fallenden Kühlturm.

    10.35 Uhr: Erster Fanfarenstoß war zu hören

    Der erste Fanfarenstoß ist ertönt. Ab jetzt darf sich niemand mehr in der Sperrzone aufhalten.

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    10.28 Uhr: Mittlerweile füllen sich die Straßen, es gibt Garagenpartys

    Eine gute halbe Stunde vor der Sprengung sind immer mehr Menschen auf den Straßen zu sehen. Es gibt sogar Garagenpartys mit Glühwein gegen die Kälte. Auch Heinz Jonda und Günter Brendenkamp stoßen mit Blick auf den Kühlturm an – auf die Zukunft, wie sie sagen. Heinz Jonda war früher Betriebsratsvorsitzender im Kraftwerk.

    10.18 Uhr: Hobbyfotografen haben guten Platz ergattert

    Ein Geheimtipp für Fotografen: An der Friedrichstraße kurz vor der Kreuzung zur Frankfurter Straße hat man einen fast unverstellten Blick auf den Kühlturm – hier haben sich mittlerweile einige Hobbyfotografen versammelt.

    An der Friedrichstraße kurz vor der Kreuzung vor der Frankfurter Straße hat man einen fast unverstellten Blick auf den Kühlturm.
    An der Friedrichstraße kurz vor der Kreuzung vor der Frankfurter Straße hat man einen fast unverstellten Blick auf den Kühlturm. © NRZ | Anja Hasenjürgen

    10.05 Uhr: Familien kommen zur Abrissparty

    Der Parkplatz bei Glückauf Möllen füllt sich, Familien mit Kindern trudeln ein. In 25 Minuten beginnt hier die Abrissparty.

    10 Uhr: Bis jetzt sind nur wenige Menschen auf den Straßen zu sehen

    Bisher sind kaum Schaulustige auf den Straßen unterwegs. Der Marktplatz in Möllen ist leer, berichtet unsere Reporterin vor Ort. Die Polizei, die sich an der Friedrichstraße postiert hat, bestätigt den Eindruck: Die Lage sei ruhig.

    9.45 Uhr: Glückauf Möllen feiert Abrissparty

    Vom Sportplatz des SV Glückauf Möllen hat man einen guten Blick auf den Kühlturm. Der Verein lädt ab 10.30 Uhr zur öffentlichen Abrissparty ein. Es gibt Bratwurst sowie kalte und heiße Getränke. Ein paar Besucher haben sich ihren Platz mit freier Sicht auf den Steag-Turm schon gesichert.

    Der SV Glückauf Möllen feiert eine Abrissparty. Vom Sportplatz aus hat man eine gute Sicht auf den Kühlturm.
    Der SV Glückauf Möllen feiert eine Abrissparty. Vom Sportplatz aus hat man eine gute Sicht auf den Kühlturm. © NRZ | Petra Keßler

    9.26 Uhr: Straßen sind gesperrt, erstes Fanfarensignal um 10.35 Uhr

    Mittlerweile sind alle Straßen, die innerhalb der Sperrzone liegen, gesperrt. Nur beteiligte Mitarbeiter, Polizei oder Feuerwehr haben noch Zutritt in den betroffenen Bereich, teilt RWE-Sprecher Olaf Winter mit. Das erste Fanfarensignal (ein langer Fanfarenstoß) erfolgt um 10.35 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt darf sich dann niemand mehr im Sperrbereich aufhalten. Um 10.45 Uhr ertönen zwei weitere Fanfarenstöße, zum Ende der Sprengung, das kann bis zu einer Stunde nach Zündung sein, ertönen drei Fanfarenstöße.

    8.56 Uhr: Polizei ist in Möllen präsent

    Um kurz vor 9 Uhr ist die Frankfurter Straße noch befahrbar. Das ändert sich in wenigen Minuten. Die Straße liegt in der Sperrzone. Im ganzen Ortsteil ist die Polizei präsent.

    8.48 Uhr: Noch ist es ruhig auf Möllens Straßen

    Kurz bevor die Sperrzone um 9 Uhr eingerichtet wird, ist es noch ruhig auf den Straßen in Möllen. Ein Verkehrs-Chaos gibt es bisher nicht.

    Sonntag, 7.39 Uhr: Heute wird der Kühlturm gesprengt - Sperrzone gilt ab 9 Uhr

    Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Jahrzehntelang prägte der Kühlturm auf dem Gelände des ehemaligen Steag-Kraftwerks die Umgebung von Voerde. Heute soll er gesprengt werden. Wir berichten ab 9 Uhr live. Unsere Grafik zeigt, wo ab 9 Uhr die Sperrzone eingerichtet wird.

    19.32 Uhr: Wehmut und Zuversicht: Das denken Anwohner über die Sprengung

    Wir haben uns in Möllen umgehört: Was denken die Menschen über die anstehende Sprengung des Kühlturm? Die Umfrage auf Instagram:

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    Samstag, 8 Uhr: Zwei Voerder verkaufen Tassen mit Kühlturm-Motiv

    Jens Stalberg und Nicolai Brouwer aus Voerde haben ein Souvenir für Kraftwerk-Nostalgiker herausgebracht: Die beiden bieten Tassen und Schieferplatten an, die mit dem Bild des Kühlturms bedruckt sind. Die Andenken sind an mehreren Stellen erhältlich. Wo? Das lesen Sie hier.

    17.50 Uhr: Bürgermeister Haarmann zur Sprengung: „Es werden Tränen fließen“

    Dass bei vielen Menschen Wehmut mitschwingt, überrascht den Voerder Bürgermeister nicht. „Das war aber auch zu erwarten“, findet Dirk Haarmann. Es gebe ganz viele Menschen, die wegen des Kraftwerks nach Voerde gekommen sind, „weil sie dort gearbeitet haben“. Über den Abriss und die Pläne für das Gelände haben wir mit Dirk Haarmann gesprochen.

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    16.35 Uhr: Der Countdown läuft, ein Besuch in Möllen

    Freitagmorgen in Möllen.Es sind noch 48 Stunden bis zur Sprengung.Wehmut liegt in der Luft. An der Friedrichstraße stehen bereits die Schilder, die das absolute Halteverbot am Sonntag, ab 7 Uhr ankündigen. Derweil laufen auf dem Kraftwerksgelände die Vorbereitungen auf Hochtouren.

    Freitag, 15.20 Uhr: Spektakuläre Aufnahmen des Kühlturms aus der Luft

    Unser Fotograf hat seine Drohne aufsteigen lassen und noch einmal den Kühlturm aus verschiedenen Perspektiven fotografiert. Hier geht‘s zu den Bildern.

    19.25 Uhr: Im Rahmen der Sprengung ertönen mehrfach Warnsignale

    Mit entsprechenden Warnsignalen werden der Start und das Ende der Kühlturm-Sprengung am Sonntag, 3. Dezember, angekündigt.

    • Zuerst erfolgt ein langer Fanfarenstoß, der signalisiert: „Achtung! Absperrung herstellen! In Deckung gehen!“ Danach darf sich niemand mehr innerhalb der Sperrzone aufhalten, die an dem Tag ab 9 Uhr bis voraussichtlich 13 Uhr im Umfeld des Kühlturms eingerichtet sein wird.
    • Zwei kurze Fanfarenstöße kündigen an: „Achtung! Es wird gezündet!“ Bis es dann zum großen Knall kommt, können noch einmal etliche Minuten vergehen. „Die gesamte Zündtechnik wird hochgefahren“, erklärt Olaf Winter, Sprecher von RWE, die Eigentümerin des alten Kraftwerksgeländes in Möllen ist.
    • Nachdem der Kühlturm dem Erdboden gleichgemacht ist, wird es bis zur Aufhebung der Sperrung noch eine Zeitlang dauern: „Das gesamte Umfeld muss dahingehend kontrolliert werden, dass alles gezündet hat“, erläutert Winter. Ist dies geschehen, wird mit drei kurzen Fanfarenstößen „Sprengung beendet!“ signalisiert.

    14.50 Uhr: Als der Kühlturm gebaut wurde, lief das Kraftwerk schon mehrere Jahre

    Der Kühlturm, der am kommenden Sonntag zu Fall gebracht wird, gehört zu den „neueren“ Blöcken (A / B), die in den 1980er Jahren in Betrieb gingen. Der Bauriese war ein wichtiges Glied in der Prozess-Kette der Stromerzeugung mit Kohle.

    Donnerstag, 13.20 Uhr: Der Nikolaus fährt am Sonntag wegen der Sprengung später los

    Der Nikolaus wird auch in diesem Jahr wieder mit der Kutsche in Voerde erwartet. Weil in Möllen um 11 Uhr der Kühlturm des stillgelegten Kraftwerks fallen soll, startet der Heilige Mann seine Fahrt durch Voerde erst um 12.15 Uhran der Pauluskirche.

    17.50 Uhr: NRZ-Leserinnen und -Leser erinnern sich: „Die Wolkenmaschine meiner Kindheit“

    „Wolkenmaschine“ oder auch beliebtes Fotomotiv: Mit dem Kühlturm verbinden die Menschen in Voerde zum Teil emotionale Geschichten – es gibt aber auch andere Stimmen. Wir haben die Menschen nach ihren Geschichten gefragt.

    Mittwoch, 15 Uhr: Sperrzone betrifft auch viel befahrene Frankfurter Straße in Möllen

    Teile der Frankfurter Straße und der Rahmstraße sowie die Straßen „Am Bahndamm“ und „Auf der Horst“ werden am Sonntag, 3. Dezember, zwischen 9 und voraussichtlich 13 Uhr für den Verkehr nicht passierbar sein. Ein Park- und Halteverbot gilt in dem Zeitraum entlang der Friedrichstraße. Die Sperrzone im Überblick:

    Dienstag, 15.20 Uhr: Andre Stepper schaut sich Kühlturm-Sprengung vom Balkon aus an

    Für viele Menschen in Voerde gehört die weithin sichtbare Industriekulisse inklusive des Kühlturms einfach zu Voerde dazu. Bei nicht wenigen kommt deshalb auch ein Stück Wehmut auf, wenn sie an die anstehende Sprengung denken. Einer von ihnen ist Andre Stepper aus dem benachbarten Eppinghoven, der in Voerde zwei Edeka-Märkte betreibt.

    Lesen Sie auch diese Nachrichten zum Rückbau des Kraftwerks Voerde

    Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kühlturm-Sprengung

    Wann beginnt die Sprengung des Kühlturms in Voerde?

    Die Sprengung des Kühlturms ist für Sonntag, 3. Dezember 2023, um 11 Uhr geplant.

    Welche Ausmaße hat der Turm im Kraftwerk Voerde?

    Der Kühlturm in Voerde ist 165 Meter hoch und misst an der breitesten Stelle einen Durchmesser von 120 Metern und an der schmalsten immerhin noch von 80 Metern.

    Wie viel Material fällt bei der Sprengung am Sonntag an?

    Bei der Sprengung entstehen rund 25.000 Tonnen Bauschutt.

    Warum findet die Sprengung ausgerechnet an einem Sonntag (1. Advent) statt?

    Während der Sprengung wird eine Vielzahl von Akteuren im Einsatz sein, die es „unter einen Hut“ zu bringen gilt: neben Mitarbeitern von RWE, der das Gelände gehört, auch Mitglieder der Einsatzleitung, Absperrposten, Mitarbeiter des Rückbauunternehmens und der Sprengfirma sowie Vertreter der beteiligten Behörden. Allein die Stadt Voerde ist mit etwa 40 Mitarbeitern vor Ort. Der 3. Dezember – ein Sonntag – war der einzige Termin, an dem alle Beteiligten können, wie RWE-Sprecher Olaf Winter erläutert: „Wir hatten keine Alternative.“ Hinzu kommt, dass die werktags viel befahrene Frankfurter Straße, die im Bereich des Kraftwerksgeländes gesperrt sein wird, an einem Sonntag weniger frequentiert ist.