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Alte Liebe rostet nicht: Enten- und Oldtimertreffen in Hünxe

Quietschbunt und einfach kultig: Entenparade beim Enten-und Oldtimertreffen in Hünxe.

Quietschbunt und einfach kultig: Entenparade beim Enten-und Oldtimertreffen in Hünxe.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Hünxe.  Beim Enten- und Oldtimertreffen in Hünxe-Bruckhausen kamen 150 Autos und viele „Benzinverrückte“ zusammen. Bald geht es zum Welttreffen.

„Ich hatte da mal eine Idee...“, fing Werner Otto an zu erzählen. Seine rote Ente und eine weitere Ente, umgebaut zum Camping-Anhänger, waren ein echtes Highlight beim Enten- und Oldtimertreffen des 2CV Fliegerclubs Dinslaken.

Otto reiste aus Bocholt an und campte mit rund 50 Gleichgesinnten auf dem Driesenhof in Hünxe.

Auch für Pärchen

„In meinem Hänger kann ich alleine gut schlafen, Liebende bekommen das mit Sicherheit auch zu zweit hin“, erzählte er und schmunzelte. Zusammen mit einem befreundeten Anhängerbauer realisierte er sein Projekt vom kuriosen Wohnwagen. Über den TÜV kam er ohne Probleme, allerdings haderte er lange bei der Anmeldung. „Erst wollte ich ihn als Hundehänger anmelden, da diese steuerfrei sind. Dafür hätte ich allerdings einen Hund halten und so wiederum

Hundesteuer bezahlen müssen“, berichtete Werner Otto und lachte. Am Ende entschied er sich für die Anmeldung als Camping-Anhänger. Auf ein H-Kennzeichen verzichtet er, obwohl sein rotes Gefährt schon längst eine verdient hätte: „Aufgrund der niedrigen Motorisierung zahle ich ohne H-Kennzeichen weniger Steuern als mit.“

Noch fahrtüchtig und zugelassen: eine Terrot aus dem Jahr 1912

Die älteste Benzinkutsche kam auf zwei Rädern daher. Eine Terrot aus dem Jahr 1912 zog viele Blicke der Besucher auf sich. Immer noch fahrtüchtig und zugelassen, wird sie nur zu besonderen Anlässen aus der Garage geholt.

150 Enten und Oldtimer waren in Hünxe

Insgesamt konnte sich der Verein über rund 150 Enten und Oldtimer freuen. „Die weiteste Anreise nahm ein Entenfreund aus Flensburg auf sich“, erzählte Jürgen Ehlers, Vorsitzender des Entenclubs. Neben Benzingesprächen an den Autos, wartete auf alle Besucher auch ein buntes Programm.

Am Samstagabend konnten sich Besucher und Camper auf ein großes Lagerfeuer freuen. Über den Tag verteilt gab es Live-Musik und für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt.

„Das eigentliche Programm ist aber das Fachsimpeln und Austauschen mit den Besuchern und Autobesitzern“, sagte Jürgen Ehlers. Mit dem Wochenende war er ebenfalls sichtlich zufrieden: „Alle haben sich wohlgefühlt, das Wetter hat mitgespielt und es lief alles nach Plan.“

Mit 20 Enten nach Kroatien

Der Entenclub steht in diesem Jahr vor einem echten Highlight. Mit 20 Enten geht es Ende Juli nach Kroatien zum 2CV-Welt-Treffen. „Zum großen Teil finden sich hier natürlich Enten aus Europa, aber auch Entenfreunde aus Asien oder den USA werden vertreten sein“, so Ehlers. In Kroatien werden dann über 3500 2CVs erwartet.

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