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25 Jahre in Hünxe: UWH setzt auf das Wir-Gefühl

25 Jahre UWH: Ingeborg Heyer, Günter Müller, Angela Bachem-Brögger, Erika Kosch und Jürgen Kosch (v.l.) stöbern in Erinnerungen.

25 Jahre UWH: Ingeborg Heyer, Günter Müller, Angela Bachem-Brögger, Erika Kosch und Jürgen Kosch (v.l.) stöbern in Erinnerungen.

Foto: Lars Fröhlich / FFS

Hünxe.  Die Unabhängige Wählergemeinschaft Hünxe (UWH) feiert am Sonntag 25-jähriges Bestehen. In 2020 könnte mangels Nachwuchs die Auflösung drohen.

„Wir sind eine kommunale unabhängige Partei mit Herz für Hünxe und bemühen uns, die Gemeinde für alle lebenswert zu gestalten. Wir sehen uns im Rat als ausgleichende Kraft, setzen auf das Wir-Gefühl, auf Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement.“ Das sagen Vorsitzende Angela Bachem-Brögger, Stellvertreterin Erika Kosch, Fraktionsvorsitzender Jürgen Kosch sowie die Mitglieder Günter Müller (Urgestein) und Ingeborg Heyer im Pressegespräch. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Hünxe (UWH) besteht seit 25 Jahren und feiert das Jubiläum am morgigen Sonntag mit Freunden und Weggefährten bei Danny Dames im Dorf.

Gründungsversammlung als USH im April 1994

Rückblick: Die Gründungsversammlung fand am 28. April 1994 mit 14 Mitgliedern bei Baßfeld in Bruckhausen statt. Damals nannte sich die Wählergemeinschaft, deren Gründung ehemalige SPD-Ratmitglieder angestoßen hatten, noch „Unabhängige Sozialdemokraten Hünxe“, kurz USH. Nach Einspruch der SPD gegen die Formulierung wurde der Name nach nur wenigen Tagen in „Unabhängige soziale Demokraten Hünxe“ geändert.

Bei der Kommunalwahl 1994 holte die USH zwei Ratsmandate über die Reserveliste und zog als fünfte Fraktion in den Gemeinderat ein. Vorsitzender war damals Günter Müller. Es dauerte noch vier Jahre, bis sich die USH in UWH umbenannte. „Wir wollten uns vor der Kommunalwahl von der SPD absetzen und uns politisch nur in Hünxe und kreisunabhängig betätigen“, erinnert sich Günter Müller. Den Vorsitz übernahm Manfred Niesbach, 2002 kam Angela Bachem-Brögger (vorher Schriftführerin), Fraktionsvorsitzender wurde Christian Müller, ihm folgte 2006 Jürgen Kosch. Die UWH hatte drei Sitze im Rat, erst durch die Ratsverkleinerung 2014 von 32 auf 26 Mitglieder fielen der UWH nur noch zwei Sitze zu.

Vieles konnte auf dem kleinen Dienstweg geklärt werden

„Wir haben keinen Fraktionszwang, schauen nicht nach rechts oder links, gehen Hünxer Themen mutig an und sorgen mit für deren Umsetzung“, sagt Kosch. Er nennt etwa Gesamtschule, Bürgerbus, Sanierung von Hallenbad, Sportplatz und Sporthalle. Auch habe sich die UWH für keine weitere Ausweisung von Windvorrangflächen, keine Dichtheitsprüfung bei den Kanalanschlüssen, keine Erhöhung der Halde mit Abraum eingesetzt, sich früh zur L4n positioniert. „Vieles konnte im Vorfeld auf dem kleinen Dienstweg, damals noch mit Bürgermeister Hermann Hansen, oder fraktionsübergreifend geklärt werden.“

Angela Bachem-Brögger ergänzt: „Wir sind eine kleine Partei, folgen aber allen Einladungen und engagieren uns auch privat.“ Sie verweist auf TVB-Zeltlager, Ferienspiele, Kinder- und Jugendbuchwoche. Dort könne man mit den Leuten formlos reden, „die kommen nicht mehr zu uns ins Büro.“ Zur 25-jährigen Jubiläumsfeier werde eine Spardose aufgestellt. „Spenden sind für die Wunschbaumaktion im Rathaus bestimmt.“

UWH würde sch über weitere Mitglieder freuen

Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 und derzeit 24 Mitgliedern werden Bachem-Brögger und Co. etwas wehmütig. „Um sich nicht auflösen zu müssen, würde die UWH sich freuen, wenn Interessierte, ob Jung oder Alt, dazustoßen könnten und unsere Arbeit unterstützten.“

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