Fußball-WM 2018

Public Viewing in Castrop-Rauxel: Wo Rudelgucken möglich ist

So gut gefüllt sah die Europahalle noch zum EM-Halbfinale 2016 Deutschlands gegen Gastgeber Frankreich aus. In diesem Sommer werden die Tore hier jedoch geschlossen und die Halle leer bleiben.

Foto: Sylvio Kühn

So gut gefüllt sah die Europahalle noch zum EM-Halbfinale 2016 Deutschlands gegen Gastgeber Frankreich aus. In diesem Sommer werden die Tore hier jedoch geschlossen und die Halle leer bleiben.

Castrop-Rauxel.  Auch wenn die deutsche Fußball-Mannschaft bei ihrem ersten WM-Spiel in Russland enttäuscht hat: Public Viewing ist weiter angesagt - auch in Castrop-Rauxel. Wir haben den Überblick.

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Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland flammte die Leidenschaft unter den Fans richtig auf. Public Viewing war vielerorts angesagt. Mittlerweile ist dieser Massen-Hype stark abgeebbt. Auch in Castrop-Rauxel streichen einige Veranstalter im Vorfeld der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer 2018 die Segel. Aber ein paar kleinere Rudelgucken sind sogar hinzukommen. Eine Übersicht.

Hier gibt's Public Viewing in Castrop-Rauxel:

Spargel- und Erdbeerfest der CDU, Berliner Platz in Rauxel: Hier wurde nur das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft gezeigt - 200 Fans waren dabei. Die CDU war mehr als zufrieden.

Brauhaus Rütershoff, Schillerstraße 33 in Obercastrop: Dort werden alle Spiele auf mehreren LED-Bildschirmen und einer Leinwand im In- und Outdoor Bereich gezeigt. "Der Fokus liegt natürlich auf den Spielen der Deutschen", so Inhaber Elmar Bök. Eintritt werde das Rudelgucken mit Getränkebar und Grillstand im Außenbereich keinen kosten, sagt Bök. Lediglich ein Mindestverzehr im moderaten Bereich sei vorgesehen.

Il Gambero due hat direkt am toten Arm des Kanals eine Videowand installiert und zeigt dort die Spiele der WM.

Riad, Wartburgstraße in Henrichenburg: Inhaber Tarik Sealiti verrät: "Wir werden wieder alle Spiele zeigen. Vorbeikommen wird sich lohnen." Und auch im Riad soll das Public Viewing keinen Eintritt kosten.

Freie evangelische Gemeinde, Gemeindehaus an der Weimarer Straße in Deininghausen: die Gemeinde zeigt alle Spiele der deutschen Mannschaft auf einer Großbildleinwand. Der Eintritt ist frei. Vor dem Schweden-Spiel wird ab 17 Uhr vor dem Gemeindehaus gegrillt.

Flüchtlingshilfe, Begegnungsstätte Dresdener Straße in Deininghausen: Zum ersten Spiel der deutschen kocht die Flüchtlingshilfe ab 15 Uhr afrikanisch, danach wird gemeinsam das Spiel geguckt, Eintritt frei.

Kein Rudelgucken in der Europahalle

In der Europahalle wird es kein Public Viewing geben, obwohl die Veranstaltungshalle als solche keine Sondergenehmigung benötigt. Peter Breuer, Geschäftsführer der Forum GmbH, berichtet: "Das Gewaltpotenzial hat im Laufe der Jahre leider zugenommen." Dadurch sei immer mehr Sicherheitspersonal nötig. Ein erheblicher Kostenfaktor, der das Ganze mit ins Wanken bringt. "Der Hype ist vorbei", sagt Breuer. Zwar sei eine Lösung wie vor zwei Jahren noch nicht ganz vom Tisch, aber es wird kein deutsches WM-Spiel in der Halle zu sehen sein.

Auch im Agora Kulturzentrum in Ickern gibt es im Sommer kein Rudelgucken mehr. Schuld daran ist das Sturmtief Friederike, das am 18. Januar über die Stadt fegte und die Leinwand samt Technik weggeblasen hat. "Wir hätten richtig investieren müssen. Das würde sich nicht lohnen", sagt Leiter Thorsten Schnelle. Das Thema sei damit komplett vom Tisch.

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