Im Clubhaus

Vorstand des Golfclubs informiert Mitglieder über Pläne

Im Clubhaus des Golfclubs informierte der Vorstand die Mitglieder am Montagabend über die Verhandlungen mit Elisabeth Grümer und die Pläne mit dem Golfplatz.

Foto: Tobias Weckenbrock

Im Clubhaus des Golfclubs informierte der Vorstand die Mitglieder am Montagabend über die Verhandlungen mit Elisabeth Grümer und die Pläne mit dem Golfplatz. Foto: Tobias Weckenbrock

Frohlinde.  Der Vorstand des Golfclubs Castrop-Rauxel hat am Montagabend bei zwei Infoveranstaltungen im Clubhaus über seine Zukunftspläne informiert. Dabei unterstrich der Vorstand, dass er zweigleisig fahre: Man ist weiterhin offen für eine Unterzeichnung einer Vertragsverlängerung mit Landbesitzerin Elisabeth Grümer. Aber man arbeitet intensiv an einer Alternative.

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Der Zeitplan des Golfclubs Castrop-Rauxel ist eng: Der alte Pachtvertrag mit Elisabeth Grümer läuft Ende 2018 aus. Sollte er nicht verlängert werden, müsste der Golfplatz ab dem Beginn der Golfersaison 2019 umgebaut sein, um den knapp 1400 Mitgliedern weiter ein Spiel auf 18 Bahnen und weiteren 9 angedachten Kurzbahnen zu ermöglichen. Er habe stets einen Win-Win-Gedanken verfolgt, sagte Reiner Kötter den Mitgliedern bei den beiden Versammlungen im Clubhaus. „Bei der Unsicherheit, die hier besteht, müssen wir aber die Alternative zumindest durchplanen. Wir haben immer geglaubt, dass wir das mit Frau Grümer hinbekommen. Aber wir arbeiten jetzt an den Alternativen.“

Die Stimmung am Abend war dem Vorstand wohl gesonnen. Dafür hatte er Vorarbeit geleistet: In einer Rundmail an etwa 90 Prozent seiner Mitglieder dokumentierte der Vorstand seine Arbeit an einer Verlängerung des Pachtvertrages seit Anfang 2017, die steigenden Forderungen der Gegenseite, die Vermittlungsversuche des Bürgermeisters. Sie endete danach Mitte Oktober mit einer einseitigen Aufkündigung der Gespräche durch die Seite Grümer in einem Fax an unsere Redaktion; nebst einem Katalog, der die Anforderungen an die Rückbauarbeiten für die rund 23 Hektar gepachteter Flächen.

Will Grümer doch noch einlenken?

Golfclub-Mitglied Stefan Völmeke signalisierte am Ende der ersten Sitzung zwar, er habe noch am Montag mit Elisabeth Grümer gesprochen, „weil ich den Golfclub liebe“. Es sei nicht einfach mit ihr, aber sie habe ihm am Telefon signalisiert, dass sie doch noch einlenken möchte.

Das sorgte im Publikum für Gelächter: Sehr gut hatten offenbar die Mitglieder gelesen, wie schwer und wechselhaft die Verhandlungen verlaufen waren. Völmeke ergänzte: „Der Vorstand arbeitet an den Bauanträgen, den Weg sollten wir auch weiter gehen. Aber man sollte bis zum Letzten die Verhandlungen führen! Wir sollten dafür kämpfen, dass wir laut aktuellem Test im Revier-Magazin der zweitbeliebteste Golfplatz im Ruhrgebiet sind.“

Hoffnung auf Erfolg bei weiteren Verhandlungen

Damit fasste er die Vorstandslinie gut zusammen: Man will sich eigentlich von der 27-Loch-Anlage nicht trennen. Vorsitzender Reiner Kötter: „Die Hoffnung stirbt zum Schluss. Aber so lange dieser Vertrag nicht von Frau Grümer unterschrieben ist zu Bedingungen, die für uns einigermaßen machbar sind, werden wir den Alternativplan rasant nach vorne bringen.“ Er sei mit dem Vorstand dafür verantwortlich, dass die Mitglieder Golf spielen könnten. „Und wer will das Risiko übernehmen, dass Frau Grümer im August 2018 plötzlich das Dreifache fordert? Ich kann und will das nicht.“ Er sei immer wieder zu ihr gegangen, und zwar im Guten. „Aber ich habe die Verantwortung für den Verein“, so Kötter. Bei alledem betonte er mehrfach: „Was Frau Grümer mit ihren 70 Jahren auf die Beine stellt mit ihrem Hospiz und den Plänen für ein Kinderhospiz, ist aller Ehren wert und heute beileibe nicht selbstverständlich.“

Wolfgang Dressler, Geschäftsführer des Golfclubs, ergänzte: „Wir finden gut, dass Herr Völmeke noch mal verhandelt. Aber das ändert unsere Position und unsere Planungen nicht.“ Ein Platzumbau bringe Arbeit, Veränderung und Risiken mit sich, werde sicher Auseinandersetzungen mit Grümer nach sich ziehen was den Rückbau der alten Flächen angeht. Darum sei eine Vertragsverlängerung immer noch eine Option. Er habe den Platz auch lieber so, wie er jetzt ist. „Wir als Vorstand aber werden diesen Weg jetzt gehen, so lange uns nicht ein zwingend besseres Angebot vorgelegt wird. Wir werden uns nicht erpressen lassen.“

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