Themenwoche Henrichenburg

Unterm Dach herrscht Strandfeeling

Peter Hof zum Berge im Sporttreff in Henrichenburg.

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Peter Hof zum Berge im Sporttreff in Henrichenburg. Foto: WAZ FotoPool

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Castrop-Rauxel. Mal so richtig dem inneren Schweinehund Paroli bieten. Sich bewegen, um den Kopf vom Alltag frei zu bekommen, Spaß am Freizeit-Sport haben – das alles ist in Henrichenburg kein Problem.

Vereine leisten gute Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit, bieten vielfältige Möglichkeiten, aktiv zu sein. Und dann gibt es da noch den Sporttreff an der Industriestraße direkt hinter der Wartburginsel, ein überdachter Treffpunkt für alle, die in der Gruppe in die Vollen gehen wollen.

Was es so alles gibt

Jede Menge. Besonders die Wasserfreunde finden in Henrichenburg ein Eldorado. Da sind die Freien Kanuten Rauxel sowie die Ruderer des Rudervereins Rauxel (RVR). Beide Vereine sind auf der Wartburginsel aktiv. Auf dem Halb-Eiland gibt’s zudem Tennisplätze. Freunde des Korfballs sind beim HKC Albatros richtig und die Fußballer und Turner setzen auf den TUS Henrichenburg mit seiner konsequenten Nachwuchsförderung sowie den CTV. Außerdem lockt im Industriegebiet eine Fitness-Muckibude.

Welche Welten verbergen sich unter den Dächern des Sporttreffs?

Nun, auf 1800 Quadratmetern, bedeckt mit feinem Sand, dürfen sich die Nutzer seit 2005 auf echtes Strandfeeling freuen. Hier findet Fun- und Trendsport mit Spaßfaktor statt. Ob Beach-Volleyball, Beach-Soccer, Beach-Handball, Beach-Korfball, Beach-Handball, Beach-Tennis oder Beach-Badminton – alles ist hier zu zweit oder in der Gruppe mit vielen Mitspielern möglich. Regelmäßige Volley-Treffs locken die Sportfreunde zum Spiel mit Unbekannten. Kleinfeld-Fußball auf drei Feldern der neuen Generation heißt hier Soccer-Five. Fünf gegen Fünf wird das Spiel auf einem 30x15 Meter großen Fußballfeld zum schnellen Vergnügen. Viele Tore sind da garantiert. Gefragt ist bei diesem Spiel ein gutes Reaktionsvermögen, denn der Ball verlässt niemals das Spielfeld.

Wer steckt hinter dem Konzept?

Ein waschechter Henrichenburger Junge: Peter Hof zum Berge. Er hat seine Heimat nur fürs Studium verlassen und fühlt sich im Ortsteil so richtig wohl. Er liebt die dörfliche Gemeinschaft, „Schützen, Kolping, Feuerwehr – hier trifft man sich, kennt jeden.“ Sein Slogan über den Stadtteil: „Wir liegen am Nabel der Welt: Autobahn, Kanal, Bundesstraße.“ Der 49-jährige Innenarchitekt übernahm das sportliche Unternehmen 1998 von seinem Vater übernommen und ist der Geschäftsführer, betreibt den Treff allerdings neben seinem Architekturjob. Er wohnt direkt hinter den Hallen und sieht seine Hallen als sportliche Anlaufstelle für Henrichenburg. Er selber allerdings nutzt seine Felder nicht. Ein Bandscheibenvorfall mit 20 Jahren lässt dies nicht zu. „Kein Problem, ich gehe eben viel spazieren.“

Wie sieht das Publikum aus?

Es ist gemischt. Von vier Jahren bis 65 ist alles dabei. Und es sind nicht nur Henrichenburger, die den Treff ansteuern. Die Nutzer kommen von nah und fern, bei Turnieren, die regelmäßig stattfinden, ist schon mal eine Distanz bis 100 Kilometer angesagt. Die nächste Beach-Halle gibt’s in Witten, doch dort haben sich die Betreiber immer mehr aufs Veranstalten von Events konzentriert. Selbst Kindergeburtstage können im Sporttreff gefeiert werden. „Nach drei Stunden Sport im Sand bringen die Eltern müde Kinder nach Hause“, schmunzelt Hof zum Berge. Feste Anlaufstelle ist der Sporttreff zudem für die Kinder der Grundschule „Alter Garten“. Die AGs mit Fußballern und Volleyballern reisen regelmäßig per Bus an.

Was hat sich geändert?

Tennis ist auf dem absterbenden Ast. Es gibt kaum noch Nutzer. Hof zum Berge findet das komisch, „denn eigentlich haben doch alle Kids der Baujahre 60 und 70 Tennis gelernt, aber es spielt kaum einer“. Der Geschäftsführer reagiert darauf. Er schließt die Felder Ende August und eröffnet im Oktober eine „Fußball-24-Arena“. Dann kann „rund um die Uhr und immer“ gepöhlt werden. „So etwas gibt’s noch nirgendwo.“

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