„Wellenbrecher“

Kunstwerk weicht für weiteren Emscher-Ausbau

Am Hochwasserrückhaltebecken zwischen Ickern und Mengede werden derzeit die Betonkörper des „Wellenbrecher“-Kunstwerks abgebaut.

Foto: Thomas Schroeter

Am Hochwasserrückhaltebecken zwischen Ickern und Mengede werden derzeit die Betonkörper des „Wellenbrecher“-Kunstwerks abgebaut. Foto: Thomas Schroeter

Ickern.  Das "Wellenbrecher"-Kunstwerk am Hochwasserrückhaltebecken zwischen Ickern und Mengede wird seit dieser Woche abgebaut. Das ist nötig, weil die Emscher auch in diesem Gebiet im Herbst renaturiert werden soll. Da wären die 60 einzelnen Stahlbetonteile im Weg.

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Für die "Emscherkunst 2016" waren die sechs Tonnen schweren Betonpoller im Frühjahr 2016 am Hochwasserrückhaltebecken aufgestellt worden (mehr dazu unten im Infobereich). Von vornherein sei das Kunstwerk damals als temporäre Arbeit gedacht gewesen, erklärt Ilias Abawi, Pressesprecher der Emschergenossenschaft, dazu auf Anfrage unserer Redaktion.

Lange Zeit habe das Kunstwerk nicht gestört, darum habe man es bis heute stehen gelassen, so Abawi. Nun aber bereite man die weitere Renaturierung des Emscherlaufes vor. Und da komme Ende des Jahres auch der Bereich des Ickerner Beckens wieder in den Fokus der Emschergenossenschaft. Abawi: "Wie viele Menschen nämlich gar nicht wissen, ist dieser Bereich zwar schon sehr ansprechend und idyllisch aufbereitet und wird auch von vielen Menschen schon zur Naherholung genutzt. Aber in der Emscher ist dort noch das komplette Abwasser enthalten."

Areal besteht derzeit aus vier Becken

Darum bestehe das Hochwasserbecken im Moment in Wahrheit auch noch aus vier Becken, die durch Dämme voneinander getrennt sind. Nur in eines dieser Becken fließe die Emscher, "denn wir wollen den Dreck natürlich nicht im gesamten Becken verbreiten", so Abawi. Bei echtem Hochwasser würde sich das Emscherwasser aber natürlich in die restlichen Becken verteilen. Die Dämme sollen beseitigt werden, so bald die Emscher hier komplett sauber sei. Das ist jetzt in Sichtweite.

Denn im Laufe des weiteren Ausbaus soll das Abwasser nun auch her aus der Emscher heraus. Der nötige Abwasserkanal dafür sei quasi fertig, sodass man zum Jahresende hin, möglichst schon im Herbst, mit der Renaturierung des Flusses fortfahren könne. Abawi: "Dabei wollen wir ausnutzen, dass wir in diesem Bereich ausnahmsweise viel Platz zur Verfügung haben und die Emscher möglichst sogar wieder in ihrem ursprünglich mal vorhandenem Bett fließen lassen. Sie soll richtig schön mäandern."

Betonpoller werden erst einmal eingelagert

Einen genauen Zeitplan gebe es noch nicht, man habe die Betonpoller aber frühzeitig aus dem Gelände holen wollen. Denn bald beginnt ja auch wieder die Brutzeit der Vögel, auf die man seinerzeit schon bei der Installation des Kunstwerkes zeitlich Rücksicht genommen habe. Was aus den 60 Stahlbeton-Kolossen werde, sei noch nicht geklärt. Abawi: "Die werden erst einmal eingelagert. Ob wir die selber im Hochwasserschutz einsetzen oder sie anderweitig an den Mann bringen können, ist noch unklar."

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