Öffnungszeiten und Verbote

Karfreitag und Ostern: Was erlaubt ist und was nicht

Um das Osterfrühstück muss am Karfreitag niemand bangen: Das Ladenöffnungsgesetz räumt an stillen Feiertagen eine fünfstündige Genehmigung zum Verkauf von Backwaren, Blumen und Zeitungen ein. Heißt: Frische Brötchen gibt es bis mittags.

Um das Osterfrühstück muss am Karfreitag niemand bangen: Das Ladenöffnungsgesetz räumt an stillen Feiertagen eine fünfstündige Genehmigung zum Verkauf von Backwaren, Blumen und Zeitungen ein. Heißt: Frische Brötchen gibt es bis mittags.

Foto: dpa

Castrop-rauxel.  Die Discos bleiben an Karfreitag geschlossen - so viel ist wohl jedem Castrop-Rauxeler klar. Aber welche Veranstaltungen fallen am "stillsten aller Feiertage" noch aus? Und wo gibt es während der Osterfeiertage trotzdem frische Brötchen oder Blumen? Wir haben nachgefragt.

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Was ist an Karfreitag verboten?
Der Karfreitag ist laut Feiertagsgesetz ein stiller Feiertag. Verboten sind in erster Linie alle Veranstaltungen mit unterhaltendem Charakter. Dazu zählen:

  • Märkte, Feste und Ausstellungen
  • Sportveranstaltungen
  • Musik- und Tanzveranstaltungen
  • öffentliche Filmvorführungen
  • Umzüge
Das Tanzverbot gilt schon ab Gründonnerstag, 17. April, um 18 Uhr. Bis Samstag, 19. April, um 6 Uhr ist öffentlicher Tanz nicht erlaubt.

Geschlossen bleiben müssen außerdem:

  • Wettbüros und Spielhallen
  • Freizeitanlagen wie Schwimmbäder
"In Gaststätten sind musikalische Darbietungen verboten - es dürfen also keine Konzerte stattfinden und es darf keine Musik laufen", erklärt Marco Boschanski vom Castrop-Rauxeler Ordnungsamt. Generell dürfen Gaststätten am Karfreitag aber öffnen und schließen, wann die Betreiber es möchten.

Welche Geschäfte dürfen während der Osterfeiertage öffnen?
Das Ladenöffnungsgesetz für Nordrhein-Westfalen legt fest, dass an Sonn- und Feiertagen bestimmte Verkaufsstellen für fünf Stunden am Tag geöffnet sein dürfen. Dazu zählen Geschäfte, deren Kernsortiment aus Blumen und Pflanzen, Zeitungen und Zeitschriften und Back- und Konditorwaren besteht.

Am Ostersonntag, der übrigens kein Feiertag, sondern ein normaler Sonntag ist, und am Karfreitag gilt diese Ausnahme des Ladenöffnungsgesetzes. Dann dürfen Bäckereien und Blumenläden in Castrop-Rauxel also fünf Stunden lang geöffnet bleiben.

Der Ostermontag ist von dieser Regelung allerdings ausgenommen. An diesem Feiertag darf kein Bäcker oder Blumenhändler seinen Laden öffnen, auch nicht für einen begrenzten Zeitraum, erklärt Marco Boschanski. Die Geschäftsbetreiber sind übrigens aufgefordert, deutlich zu kennzeichnen, ob und wann sie ihre Läden öffnen.

Gibt es eine Möglichkeit, am Ostermontag frische Brötchen zu bekommen?
Ja, es gibt bestimmte Ausnahmen von der Ausnahmeregelung im Ladenöffnungsgesetz. Bäckereien, die eine Gaststätten-Erlaubnis haben, in denen also beispielsweise ein Caf-Bereich integriert ist, dürfen theoretisch am Ostermontag geöffnet sein. "Das ist eine Grauzone. Für uns ist es problematisch festzustellen, ob es sich bei den Bäckereien dann in erster Linie um eine Verkaufsstelle oder um ein Caf handelt", sagt Marco Boschanski vom Ordnungsamt.

Auch für Geschäfte in Bahnhöfen und Tankstellen gilt eine Ausnahmeregelung. Sie dürfen grundsätzlich geöffnet bleiben, wenn sie "Reisebedarf" verkaufen. "Das ist ein sehr schwammiger Begriff, den das Gesetz auch nicht näher definiert", sagt Boschanski.

Wer kontrolliert, ob die Regeln befolgt werden, und welche Strafen drohen?
Das Ordnungsamt der Stadt Castrop-Rauxel wird laut Mitarbeiter Marco Boschanski insbesondere an Karfreitag überprüfen, ob die Spielhallen und Wettbüros geschlossen bleiben. In der Europastadt gibt es davon etwa 20 Stück. "Das machen wir jedes Jahr. Es gibt aber selten Verstöße", so Boschanski.

Wer erwischt wird und beispielsweise seine Discothek trotz Tanzverbot geöffnet hat, dem drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 1000 Euro.

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