Schiffsunfall

Havarie in Castrop-Rauxel: Kapitän stirbt unter den Trümmern

Rettungskräfte suchen am Donnerstagmittag in den Trümmern des Steuerhauses  nach dem vermissten Kapitän. Er überlebte die Kollision seines Schiffes mit der Bladenhorster Brücke nicht.

Rettungskräfte suchen am Donnerstagmittag in den Trümmern des Steuerhauses nach dem vermissten Kapitän. Er überlebte die Kollision seines Schiffes mit der Bladenhorster Brücke nicht.

Foto: Daniel Knopp / News Report NRW

Castrop-Rauxel.  Ein Schiff ist am Donnerstag auf dem Rhein-Herne-Kanal in Castrop-Rauxel mit einer Brücke kollidiert. Der Kapitän überlebte den Unfall nicht.

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Ein unbeladenes Tankmotorschiff ist am Donnerstagmittag auf dem Rhein-Herne-Kanal mit der Bladenhorster Brücke in Castrop-Rauxel kollidiert. Dabei wurde das Steuerhaus abgerissen. Der Kapitän, ein 50-jähriger Deutscher, wurde unter den Trümmern eingeklemmt und ist seinen schweren Verletzungen erlegen, wie die zuständige Wasserschutzpolizei Duisburg bestätigte. Er konnte gegen 17 Uhr nur noch tot geborgen werden. Drei weitere Besatzungsmitglieder blieben unverletzt und werden seelsorgerisch betreut.

Zeitweise Stromausfälle

Feuerwehr und Wasserschutzpolizei hatten den Schiffsführer zunächst nicht finden können und mussten davon ausgehen, dass der Mann über Bord gegangen sein könnte. Deshalb kamen Taucher zum Einsatz. Später dann wurde der Mann unter den Trümmern des Steuerhauses entdeckt, gab aber kein Lebenszeichen von sich. Bei der Kollision wurde auch ein Stromkabel beschädigt, das unter der Brücke verlegt ist. Es kam örtlich zu Stromausfällen.

Das havarierte Schiff wurde daher in Richtung Schleuse geschleppt, weil es zu gefährlich gewesen wäre, die Bergungsarbeiten unter dem herabhängenden Stromkabel zu beginnen. Ein Kran hob schließlich das völlig zerstörte Steuerhaus an, wo die Rettungskräfte den tödlich Verunglückten fanden.

Der Westring ist für die Zeit der Bergungsarbeiten gesperrt. Zwischenzeitlich hatte der lokale Verteilnetzbetreiber Westnetz den Strom im betroffenen Bereich abgeschaltet. Die eingerichtete Schifffahrtssperre wurde mittlerweile aufgehoben. Die Wasserschutzpolizei Datteln ermittelt nun zum Unfallhergang. (maik)

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