New-Park

Ein Standort für „Fabriken der Zukunft“

Ortstermin auf dem newPark-Gelände: Minister Andreas Pinkwart (3.v.l.) wird begleitet von (v.l.) Wolfgang Pantförder (Aufsichtsrat), Andreas Täuber (Geschäftsführer), Mathias Richter (FDP-Kreisvorsitzender), Josef Hovenjürgen (CDU-MdL), Joachim Lehmann (SPD, Datteln), Cay Süberkrüb (Landrat) und André Dora (Bürgermeister, Datteln).

Ortstermin auf dem newPark-Gelände: Minister Andreas Pinkwart (3.v.l.) wird begleitet von (v.l.) Wolfgang Pantförder (Aufsichtsrat), Andreas Täuber (Geschäftsführer), Mathias Richter (FDP-Kreisvorsitzender), Josef Hovenjürgen (CDU-MdL), Joachim Lehmann (SPD, Datteln), Cay Süberkrüb (Landrat) und André Dora (Bürgermeister, Datteln).

Foto: Janfeld

Datteln.  NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat jetzt das New-Park-Gelände in den Rieselfeldern in Datteln besucht. Sein Versprechen, das er dazu mitbrachte: Die Landesregierung werde ihren Beitrag dazu leisten, dass das Industriegebiet ein Erfolg wird.

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Die NRW-Landesregierung will sich aktiv an der Vermarktung des geplanten Industriegebiets newPark beteiligen. Gemeinsam mit NRW.Invest, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes, soll ein Konzept entwickelt werden, das den newPark als Standort für „Fabriken der Zukunft“ international ins Schaufenster stellt. Das kündigte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch bei einem Besuch in Datteln an.

Fläche von landesweiter Bedeutung

Dort, auf einem überwiegend landwirtschaftlich genutzten Areal im Grenzbereich zu Waltrop, soll das Industriegebiet entstehen. Es ist die einzige Fläche von landesweiter Bedeutung in Westfalen und deshalb von der schwarz-gelben Landesregierung ausdrücklich in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Pinkwart, der sich das Gelände vor Ort anschaute, hält die hochwertigen Arbeitsplätze, die dort entstehen sollen, für erforderlich, um qualifizierte junge Leute an die Region zu binden. Die Landesregierung stehe zu dem Projekt und werde die Realisierung unterstützen, betonte er.

New-Park soll der erste Standort in Deutschland für „Industrie 4.0“ werden. Der Begriff steht für die digitalisierte und vernetzte Produktion. Die New-Park Planungs- und Entwicklungsgesellschaft hat entsprechende Konzeptionen in der Schublade und will sie umsetzen, solange die Weltwirtschaft noch floriert. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet die Region jedoch bereits an der Umsetzung der newPark-Idee. „Jetzt sind wir auf der Zielgeraden“, erläuterte New-Park-Geschäftsführer Andreas Täuber dem Minister. Das Grundstück stehe zur Verfügung, die fachlichen Fragen seien weitgehend geklärt, Flächennutzungsplan und Bebauungsplan seien in der Erarbeitung. Die Beschlussfassung im Rat der Stadt Datteln sei spätestens Anfang 2019 zu erwarten. Dann könnte die Erschließung des Geländes – der Bau von Straßen sowie von Ver- und Entsorgungsleitungen – beginnen.

B 474 n bleibt ein Unsicherheitsfaktor

Ein bedeutender Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch die geplante B 474 n, die das Industriegebiet an das Fernstraßennetz anschließen soll. Der Dattelner Abschnitt der Bundesstraße liegt seit der Planfeststellung im Jahr 2009 juristisch auf Eis. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster Ende März 2017 die Klage des BUND gegen die Straße zwar abgewiesen. Doch erneut reichte die Naturschutzorganisation eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beim Bundesverwaltungsgericht ein. Über die Beschwerde soll Mitte des Jahres entschieden werden, hieß es gestern.

Die Wirtschaft zeigt nach Angaben von newPark-Geschäftsführer Täuber mittlerweile konkretes Interesse an der Fläche. Das Angebot an großen Industriegrundstücken sei knapp, im newPark seien sie jedoch vorhanden. „Es liegen Anfragen von Unternehmen vor“, berichtete Andreas Täuber. Bemerkenswert sei dabei, dass die Firmen genau Bescheid wüssten über den Verfahrensstand. „Sie warten darauf, dass der newPark fertig wird.“

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