Beach-Volley-Days

Sandviereck und Palmen brachten Karibikflair in die Altstadt

Kinder, Hobbyspieler und Volleyball-Profis tobten sich im Castroper Sandkasten aus.

Kinder, Hobbyspieler und Volleyball-Profis tobten sich im Castroper Sandkasten aus.

Foto: Volker Engel

Castrop.  Am Wochenende gingen zum zweiten Mal die Beach Volley Days über die Bühne. Die Bilanz: Gutes Wetter, gute Laune, etwas zu wenig Zuschauer. Aber eine Wiederholung 2019 ist garantiert.

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Haus Hölter, Parkbad Süd und Tante Amanda säumten mit ihren gastronomischen Zelten das Wohnzimmer der Altstadt. Außerdem luden Palmen, Sonnenschirme und Liegestühle zum Verweilen ein. Trotzdem handelte sich nicht um eine kleine Ausgabe von Castrop kocht über. Denn im Zentrum aller Aufmerksamkeit stand am Wochenende ein 16 mal 8 Meter großes Beachvolleyball-Spielfeld. 176 Tonnen Sand mussten her. Mit sechs Sattelschleppern wurden sie angekarrt. Ehrensache für den Castroper Unternehmer Carsten Bölling: „Das ist eine Castroper Krankheit“, erklärte er, „sich mit der Stadt extrem verbunden zu fühlen. Und wenn hier so ein tolles Event auf die Beine gestellt wird, dann unterstütze ich das auch!“

„Ein bisschen Leben in die Bude kriegen“

„Mit den Beach Volley Days wollten wir ein bisschen Leben in die Bude kriegen“, sagte Matthias Zimmer. Mit „wir“ meint er die Standortgemeinschaft Casconcept als Ausrichter. Als deren Vorsitzender freute er sich über die Sponsoren, ohne die so eine Veranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre. Auch kleinere Unternehmen ließen sich nicht lange bitten und boten von sich aus ihre Hilfe an.

Viel Lob erhielten die Macher dafür von allen Seiten. Die Profis, die am Sonntag antraten, um sich für die deutsche Meisterschaft zu qualifizieren, fühlten sich genauso wohl, wie die zwölf Firmenmannschaften, die am Samstag gegeneinander zum Wettkampf antraten. „Hier ist die Stimmung super und für uns alle steht der Spaß im Vordergrund“, sagte Jenny Begall aus Aachen. Auch die Zuschauer hatten ihren Spaß. Mario-Michael Niemeyer war mit Ehefrau Reni gekommen, weil er seine ehemalige Mitschülerin Edith Delord bei einem Vorbericht im Fernsehen gesehen hatte.

Auch die Gäste, die schon am Freitag zum Feiern kamen, genossen die angenehme Stimmung. „Es ist viel entspannter hier als bei CkÜ“, sagten Sabine und Kai. „Die Spiele auf dem Sandplatz haben wir bis jetzt noch gar nicht angeschaut“, räumten einige Gäste allerdings auch ein. Aber die Atmosphäre sei dadurch wirklich schön. Das sahen Frank und Wolfgang Müller ähnlich. „Es ist ein richtig schönes Turnier und nebenbei kann man auch noch das Spiel der Fußball WM auf der Leinwand mitverfolgen“, erklärten die sportbegeisterten Brüder. Die Minikicker, die am Sonntag ihr Turnier austrugen, sahen noch ganz andere Vorteile: „Hier auf dem Sand macht das Fußballspielen mehr Spaß als auf dem Rasen, weil das Fallen nicht so weh tut“, erzählte der sechsjährige Lukas „Stimmt, und wir brauchen keine Schienbeinschoner“, ergänzte Jan Luca (7).

Gastronomen hätten sich mehr Gäste gewünscht

Nur die Gastronomen waren teilweise ein bisschen enttäuscht. „Wir haben mit mehr Zulauf gerechnet“, sagten Rainer und Sinja Schorer vom Parkbad Süd. Ob sie im nächsten Jahr wieder dabei seien, beantworteten alle Gastronomen aber mit einem klaren Ja. „Hallo? Wir sind Castrop-Rauxeler!“, entfuhr es Mechthild Philipp vom Haus Hölter. Genauso sah das auch Bubi Leuthold und blickt mit Zuversicht auf die nächste sommerliche Beach-Veranstaltung im kommenden Jahr.

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