Lesung: Patientenverfügung

Dr. Michael de Ridder präsentiert seinen Leitfaden

Dr. Michael de Ridder gibt am 15. März bei einer Lesung einen Leitfaden zu Patientenverfügung und Palliativmedizin.

Dr. Michael de Ridder gibt am 15. März bei einer Lesung einen Leitfaden zu Patientenverfügung und Palliativmedizin.

Castrop-Rauxel.  "Leselust - für alle Kapitel des Lebens" heißt es auf den Lesezeichen der Castroper Buchhandlung. In einer Lesung mit dem Arzt und Autoren Dr. Michael de Ridder geht es um das letzte Kapitel des Lebens und wie man sich darauf vorbereitet. Ein ernstes, aber sehr wichtiges Thema, das alle bewegt.

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Seit mehr als 30 Jahren ist Dr. Michael de Ridder als Arzt tätig, zuletzt als Chefarzt der Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses. Mit dem Tod wird er in seinem Job häufig konfrontiert. Auch die Probleme, vor die Angehörige in solchen Situationen stehen, sind ihm nicht fremd. Mit „Wie wollen wir sterben?“ hat er ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin geschrieben.

„Als er das Buch herausgebracht hat, war ich auf einer Lesung“, sagt Leselust-Chefin Martina Tielker. „Damals hatte ich gehofft, dass er ein neues Buch herausbringt, mit dem ich ihn nach Castrop-Rauxel holen kann.“ Und das ist jetzt geschehen. „Abschied vom Leben“ heißt sein neues Buch, mit dem er am 15. März für eine Lesung in die Europastadt kommt. Es ist ein Leitfaden von der Patientenverfügung bis zur Palliativmedizin.

Hemmschwellen abbauen

Über den Tod redet man für gewöhnlich nicht gerne. Die Leselust will zusammen mit dem ambulanten Hospizdienst der Caritas das Thema ansprechen - und so Hemmschwellen abbauen. Und das in einer möglichst angenehmen Atmosphäre. Dazu lädt Apotheker Winfried Radinger, dem das Thema Tod beruflich auch nicht fremd ist, in seine Galerie am Markt ein. „Wenn wir kommen, steht der Tod ja schon mit einem Fuß in der Tür“, sagt Sozialpädagogin Sabine Kabzinski, die beim ambulanten Hospizdienst auch Beratungen zum Thema Patientenverfügung macht.

Martina Tielker hat selbst ihre Mutter bis zum Schluss zu Hause gepflegt, sie in den Tod begleitet. Sie weiß, welche Aufgaben auf Angehörige zukommen und wie schwierig Entscheidungen sind. Entscheidungen, die der Sterbende schon weit vor seinem Tod hätte selbst treffen können. Unausweichlich ist dabei eine Patientenverfügung. „Denn wenn der Tod gut vorbereitet ist, ist die Trauerarbeit hinterher leichter“, sagt Kabzinski. Auch Winfried Radinger redet sich „den Mund bei Apotheken-Kunden fusselig“, sagt er. „Eine Patientenverfügung brauche ich nicht“, sei da die häufigste Antwort, die er zu hören bekommt. Vor allem Männer blocken bei dem Thema, Frauen seien da in der Regel etwas besser vorbereitet.

Nach der Lesung werden auch Fragen aus dem Publikum beantwortet. Die Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes können von ihren Erfahrungen berichten.

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