Sexualdelikt

Missbrauch in Essen: Nichts bekannt über Aussagen des Täters

Tatort ist die sogenannte Waldhütte in Essen-Kupferberg, in der sich ein 23-jähriger Castrop-Rauxeler an einem Mädchen vergangen haben soll.

Tatort ist die sogenannte Waldhütte in Essen-Kupferberg, in der sich ein 23-jähriger Castrop-Rauxeler an einem Mädchen vergangen haben soll.

Foto: Tassos / Funke Mediengruppe

Essen/Castrop-Rauxel.  In einem Waldstück im Essener Stadtteil Katernberg hat sich am 9. Mai eine schweres Verbrechen ereignet. Mutmaßlicher Täter ist ein 23-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel.

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Im Waldstück zwischen Am Handwerkerpark und Grundstraße im nordöstlichen Essener Ortsteil Katernberg hat sich der 23-jährige Castrop-Rauxeler vergangene Woche Mittwoch mit einem 16-jährigen Mädchen getroffen.

Treffpunkt war die bei Jugendlichen wohl beliebte Waldhütte – ein altes, verfallenes Gebäude. Dort soll der Castrop-Rauxeler das Mädchen sexuell missbraucht und zugleich lebensgefährlich verletzt haben. „Es handelt sich um ein mutmaßliches Sexualdelikt und um versuchte Tötung“, sagte am Mittwoch Christoph Wickhorst, Pressesprecher der Polizei in Essen, auf Nachfrage.

Per What‘s-App am Tatort verabredet?

Dabei soll das Treffen zwischen Täter und Opfer nicht zufällig erfolgt sein, sondern es sei eine gezielte Verabredung gewesen. Das bestätigt Wickhorst. Andere Medien berichteten übereinstimmend, dass sich der 23-Jährige und sein Opfer mittels What’s-App an diesem Ort verabredet hätten.

Der Castrop-Rauxeler soll dem Mädchen eine Plastiktüte auf das Gesicht gedrückt haben, bis diese daraufhin das Bewusstsein verloren habe. Dadurch soll für das Opfer zumindest kurzzeitig akute Lebensgefahr bestanden haben. Darum stufte die Polizei den Vorfall auch als versuchte Tötung ein. Die Details mit der Plastiktüte wollte Pressesprecher Wickhorst zwar nicht bestätigen, sagte aber, dass diese Dinge nicht völlig aus der Luft gegriffen seien.

Gemeinsam zum Hauptbahnhof gefahren

Nach der Tat sollen der Castrop-Rauxeler und das Opfer noch gemeinsam zum Essener Hauptbahnhof gefahren sein. Dort hätten sich dann ihre Wege getrennt. Das 16-jährige Mädchen soll sich noch am selben Abend seiner Mutter offenbart haben, worauf diese mit ihrer Tochter für eine eingehende Untersuchung in Krankenhaus gefahren ist. Die zuständigen Mitarbeiter verständigten nach der Untersuchung die Polizei.

„Wir haben daraufhin sofort die Ermittlungen aufgenommen“, sagt Polizeisprecher Christoph Wickhorst. Noch in der Nacht zu Donnerstag wurde eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Hans-Uwe Hatschek eingerichtet. Dank der guten Täterbeschreibung durch das Opfer konnte der 23-jährige Verdächtiger noch in derselben Nacht in seiner Wohnung in Castrop-Rauxel verhaftet werden. Er wurde am darauffolgenden Freitag dem Haftrichter vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Keine Details - „aus Rücksicht auf das Opfer“

Ob der mutmaßliche Täter die Vorwürfe eingeräumt hat, ist bisher nicht bekannt. „Der Fall läuft bei uns in der Kapitalabteilung. Mehr kann ich derzeit noch nicht sagen“, sagt Staatsanwalt Thomas Endberg aus Essen auf Anfrage. Auch wie es dem Opfer geht und ob es sich in psychologischer Behandlung befindet, ist nicht bekannt. „Dazu kann ich derzeit aus ermittlungstechnischen Gründen und natürlich auch aus Rücksicht auf das Opfer nichts sagen“, erklärt Wickhorst. Die Ermittlungen dauern derzeit an.

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