Möglicher Bombenfund

Castrop-Rauxel droht Evakuierung am Sonntag

Castrop-Rauxel.  Wegen eines möglichen Bombenfunds in der Straße In der Kemnade droht 2000 Menschen in der südlichen Innenstadt am Sonntag eine Evakuierung. Wir erklären den Hintergrund und zeigen das Evakuierungsgebiet in einer Karte.

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Bombenentschärfungen sind in unserer Stadt keine Seltenheit. Aber dass Sonntag, 12. November, die südliche Innenstadt mit dem Rochus möglicherweise evakuiert werden muss, weil höchstwahrscheinlich eine Bombe entschärft werden muss, dürfte es noch nicht gegeben haben. Betroffen von der Evakuierung ab 11 Uhr wären rund 160 Häuser mit etwa 600 Haushalten und 2000 Menschen.

Und wenn sich der Fund tatsächlich als Bombe herausstellt, die entschärft werden muss, sind jetziger OP-Bereich und Zentrale Aufnahme im Rochus tabu. Patienten und Mitarbeiter verbleiben im Krankenhaus. Weil aber nur die Frontalseite vom Rochus betroffen wäre, würde im Bedarfsfall der alte OP aktiviert. „Und die Leute gehen durch den alten Eingang, da wo er 30 Jahre lang war“, sagte Dr. Michael Glaßmeyer, Chefarzt der Frauenklinik, auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Evakuierung würde 250 Meter um den Verdachtspunkt gelten. Der ist schon lange bekannt, liegt In der Kemnade, wo Investor Kosta Boulbos gerade baut, und wurde bei einer weiteren Untersuchung noch mal bestätigt. Das mögliche Sperrgebiet reicht vom Rochus im Norden bis leicht über die Tiergartenstraße hinweg im Süden. Westlich würde es an der Grenze zum Stadtgarten und östlich auf dem ehemaligen Rennbahngelände enden.

Erdwall wurde bereits errichtet

Vorsichtshalber wurde an der Richard-Wagner-Straße schon mal ein vier Meter hoher und 15 Meter langer Erdwall errichtet. „Im Falle einer ungewollten Detonation würde er Druckwellen abfangen und Splitter abschirmen“, sagt Dieter Gerth von der Feuerwehr. Und ergänzt: „Nach ersten Bohrungen und Messungen deutet Vieles darauf hin, dass wir es tatsächlich mit einem Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu tun haben.“ Im Einsatz sind Kampfmittelräumdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Polizei. Alle betroffenen Anwohner werden am Samstag mit Handzetteln informiert. Für die Evakuierung stünde Anwohnern das Bürgerhaus an der Leonhardstraße 4 zur Verfügung.

Betroffen wären auch die Bahnlinie zwischen Dortmunder Straße und Regerstraße, Edeka Gronemann, die ehemalige Rennbahn inklusive Spielplatz, die B 235/Wittener Straße zwischen Kreuzung Beethovenstraße und Lidl, sowie den Hausnummern 105, 53a und 44, die Feldmark zwischen Tiergartenstraße und den Hausnummern 3/4, die Regerstraße Nr. 7 und die Glückaufstraße zwischen Stadtgarten und Beethovenstraße.

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