Am Westring

Bahn lässt bei Schranke weiter auf sich warten

Der Bahnübergang am Westring: Hier kommt es seit der Installation eines neuen Schrankensystems zu langen Wartezeiten, die auch für die Feuerwehr zum Problem geraten. Aber wie könnte eine Lösung aussehen?

Foto: Thomas Schroeter

Der Bahnübergang am Westring: Hier kommt es seit der Installation eines neuen Schrankensystems zu langen Wartezeiten, die auch für die Feuerwehr zum Problem geraten. Aber wie könnte eine Lösung aussehen?

Pöppinghausen.  Die langen Wartezeiten an der Schranke am Westring sorgen in Castrop-Rauxel weiter für Unmut – die Bürger verägert, die Feuerwehr ratlos. Auch die Politik hat sich inzwischen eingeschaltet. Nur die Bahn lässt weiter auf sich warten. Geht das noch länger so, könnte eine teure Lösung nötig werden.

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Das Thema lässt insbesondere die Bürger in Pöppinghausen nicht kalt. Es ist nach wie vor ein dickes Problem, dass die Schranken am Westring zum Teil bis zu 20 Minuten unten bleiben. Es gibt nicht nur ärgerliche Wartezeiten und Verzögerungen, sondern es droht auch Gefahr für die Bürger. Denn die Feuerwehr fährt außen rum, also über Habinghorst nach Pöppinghausen. Verliert dabei möglicherweise lebensnotwendige Minuten.

Bei der Sitzung des Ausschusses für Bürgerfragen und Stadtteilentwicklung am 8. November hat die Politik versprochen, dass sie sich des Themas annimmt. Das ist in der Sitzung des zuständigen Betriebsausschusses 1 am 22. November auch geschehen, als sich alle einig waren, dass das Problem gelöst werden muss. Und nicht etwa auf die lange Bank geschoben werden kann. Die Stadtverwaltung hat schon davor Kontakt zur Bahn aufgenommen und eindringlich darauf hingewiesen, dass es hier einer Lösung bedarf.

Feuerwehrchef: „Wollen nicht bis Weihnachten warten“

„Das ist ein heikles Thema“, sagt jetzt Feuerwehrchef Ulrich Vogel auf Anfrage unserer Redaktion. Eigentlich sei es nicht vorstellbar, dass die Bahn das Problem etwa so lösen könnte, dass sie Züge zurückhielte, um dann zu melden, dass sie vielleicht in vier Minuten ankämen. Wie berichtet war es um die Vorlaufzeit für die Züge gegangen, die das im Sommer dieses Jahres neue Vollschranken-System benötigt. Noch hat die Bahn kein Signal gegeben, wie sie auf die von der Stadt gewünschte Stellungnahme reagiert. Durch den Umweg braucht die Feuerwehr mehr Zeit. Nämlich 14 statt der als Richtzahl geltenden Zahl von 8 Minuten. „Im Grunde ist es eine statistische Rechnung, wann in Pöppinghausen etwas passiert“, sagt Ulrich Vogel und ergänzt: „Bis Weihnachten wollten wir eigentlich nicht warten, bis von der Bahn etwas kommt.“

Heikel ist das Thema, wenn sich tatsächlich keine Lösung abzeichnet. Dann müsste die Stadt wohl über einen Tunnel oder eine Brücke nachdenken. Angesichts der Finanzlage eine ganz schwierige Kiste. Aber im Zweifelsfall wohl alternativlos. Unsere Redaktion hat die Pressestelle der Bahn am 29. November um Auskunft gebeten. Bis jetzt sind unsere Fragen unbeantwortet geblieben. Nach Informationen unserer Redaktion wird am Problem gearbeitet. Es heißt, man finde eine Lösung.

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