Feuer Lange Straße

32 Menschen haben ihre Wohnung verloren

Eine Spanplatte versperrt den Zugang im Treppenhaus, um zu Obergeschoss 5 zu gelangen. Es ist jetzt ohnehin für längere Zeit gesperrt.

Eine Spanplatte versperrt den Zugang im Treppenhaus, um zu Obergeschoss 5 zu gelangen. Es ist jetzt ohnehin für längere Zeit gesperrt.

Foto: Schlehenkamp

Castrop-Rauxel.  Die Stadt hat am Freitag ein Betretungsverbot ausgesprochen: Das fünfte und sechste Obergeschoss des Problemhauses Lange Straße, in dem es am Montagabend brannte, sind bis April gesperrt. Die Brandursache scheint derweil klar zu sein.

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Die Polizei geht davon aus, dass ein technischer Defekt zum Feuer im Problemhaus Lange Straße 107 geführt hat. „Vieles spricht dafür“, sagt Sprecher Michael Franz auf Anfrage unserer Zeitung. Vermutlich sei Montagabend ein Heizlüfter, der auf einer Couch stand, kaputt gegangen. Oder ein Defekt in mehreren Verlängerungskabeln ausschlaggebend gewesen. „Fahrlässige Brandstiftung kann man zwar nie ausschließen“, erklärte Franz, weil ja auch immer viel bei so einem Brand kaputtgehe. Der Brandsachverständige gehe aber davon aus, dass es sich um einen technischen Fehler handele.

25.000 Euro SchadenAndere Bewohner des Gebäudes hatten wissen wollen, dass eine Zigarette oder ein Joint die Brandursache gewesen war. „Das hat dann eher nachbarschaftliche Gründe, ist aber auch der Polizei bekannt“, sagte Franz. Den Sachschaden gibt die Polizei jetzt mit rund 25.000 Euro an. Das lässt Rückschlüsse auf die Möblierung in den 14 Wohnungen im 5. und 6. Obergeschoss zu.

Die Stadt hat unterdessen eine amtliche Bekanntmachung in ihrem Amtsblatt gemacht und diesen Hinweis auch in dem Gebäude aufgehängt. „Wir wissen ja nicht, wo die Menschen untergekommen sind und wie wir sie sonst erreichen können“, erklärte Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage unserer Zeitung. In der Verfügung steht drin, dass die Wohnungen im 5. und 6. OG des Gebäudes Lange Straße 107/Nordstraße 1/3 unbewohnbar sind und ein Betretungsverbot gilt. Das Nutzungsverbot ist zunächst bis zum 30. April dieses Jahres befristet, kann aber bei nicht abgeschlossener Sanierung verlängert werden. Mit ausdrücklicher Genehmigung der Stadt darf die gesperrte Fläche zu Begutachtungs- und Sanierungszwecken betreten werden.

28 Personen wohnen jetzt bei Freunden und Verwandten

Die Stadt hatte den 32 Menschen, die durch das Feuer ihre Wohnung verloren haben, eine vorübergehende Unterkunft angeboten. „28 sind sofort bei Freunden und Verwandten untergekommen“, weiß Hilleringmann. Ob die verbliebenen vier das Hilfsangebot der Stadt angenommen habe, darüber gebe es noch keine Rückmeldung.

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