Kriminalität

Zoll beschlagnahmt 20 Kilo Tabak in Shisha-Bar

Sicher gestellter Wasserpfeifentabak aus einer Raziia des Hauptzollamtes Dortmund.

Foto: HZA Dortmund

Sicher gestellter Wasserpfeifentabak aus einer Raziia des Hauptzollamtes Dortmund. Foto: HZA Dortmund

Bottrop.   Wasserpfeifentabak war unversteuert. Mehrere Kontrollaktionen im Ruhrgebiet

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In einer Shisha-Lounge in der Innenstadt haben Zollbeamte am Sonntag 20 Kilo unversteuerten Wasserpfeifentabak beschlagnahmt. Nach Angaben von Andrea Münch, Sprecherin des Hauptzollamtes Dortmund, war die Kontrolle Teil einer groß angelegten Aktion, bei der rund 360 Kilo unversteuerter Tabak sicher gestellt und neun Strafverfahren eingeleitet worden sind.

Bereits im August hatte es in Bochum eine gemeinsame Kontrollaktion des Hauptzollamtes mit der Polizei und dem Ordnungsamt gegeben. Damals wurden bei Kontrollen in zehn Shisha-Bars mehr als 60 Kilo Tabak beschlagnahmt. Die gemeinsamen Kontrollen mit Polizei und Ordnungsämtern hätten sich bewährt und würden fortgesetzt, hatte das Hauptzollamt angekündigt.

Kontrolleinheit unterwegs

Jetzt war die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamtes erneut im Ruhrgebiet unterwegs. Bei gemeinsamen Kontrollen mit der Polizei in Dortmund und Iserlohn wurden am Donnerstag 359 Kilo Tabak sicher gestellt. Am Wochenende fanden Kontrolleure auf der Messe „Inter-Tabac“ in Dortmund 50 Kilo Tabak bei vier Ausstellern, außerdem gab es Kontrollen in Shisha-Bars in Bottrop, Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund.

Wasserpfeifentabak kann in Deutschland legal vertrieben und erworben werden. Allerdings muss der Tabak versteuert sein, warnt das Hauptzollamt. Das sei- leicht erkennbar durch die als Siegel angebrachte deutsche Steuerbanderole.

Eine Shisha-Sitzung wie 100 gerauchte Zigaretten

Neben den steuerrechtlichen Aspekten warnen die Zölllner auch vor gesundheitlichen Risiken. Konsumenten bezeichnen das Shisha-Rauchen als angenehm mild. Ungesund bleibe es dennoch: Laut Weltgesundheitsorganisation inhalierten Wasserpfeifenraucher bei einer Shisha-Sitzung die Rauchmenge von 100 Zigaretten. Illegal gehandelter Tabak beinhaltet zudem nach Erkenntnissen des Zolls bedenkliche Konservierungsstoffe, Aromen oder unhygienische Inhaltsstoffe, deren Wirkungen auf den Raucher noch unbekannt seien.

Zusätzlich weise der Wasserpfeifentabak aus den Ursprungsländern eine sehr hohe Feuchtigkeit auf. Der aromatische Tabakrauch wirke dadurch kälter und könne tiefer inhaliert werden. Erreicht werde diese Feuchtigkeit oftmals durch die Zugabe von Glycerin oder Zuckermelasse. Beim Verbrennen erzeugten diese Stoffe sie gesundheitsschädliche Substanzen, die direkt durch den Wasserpfeifenraucher inhaliert würden.

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