Hochschule Ruhr West

Wirtschaftsminister tritt in Hochschule wie ein Coach auf

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im Gespräch mit HRW-Präsidentin Prof. Gudrun Stockmanns, Oberbürgermeister Bernd Tischler (l.) und HRW-Kanzler Helmut Köstermenke (r.).

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart im Gespräch mit HRW-Präsidentin Prof. Gudrun Stockmanns, Oberbürgermeister Bernd Tischler (l.) und HRW-Kanzler Helmut Köstermenke (r.).

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Andreas Pinkwart stand bei der Gründung der Hochschule Ruhr West Pate. Jetzt überzeugt er sich von der positiven Entwicklung der Universität

Kurz nachdem er in der Hochschule Ruhr West (HRW) Präsidentin Gudrun Stockmanns begrüßt hatte, blickte sich Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart suchend um. „Wo sind die Studenten? Sie sind schließlich die wichtigsten hier“, sagte der Liberale, ging einige Schritte auf eine kleine Studentengruppe zu und gab jedem die Hand.

Pinkwart stand vor neun Jahren als Wissenschaftsminister Pate bei der Gründung der Fachhochschule. Jetzt erkundigte er sich danach, wie sich die HRW entwickelt. „Ich bin sehr begeistert, was hier in Bottrop stattfindet“, lautete das Fazit des Ministers, der sich vor dem HRW-Besuch in Bottrop auch über das Klimaschutzmodellprojekt Innovation City informierte.

Pinkwart setzt sich sehr fürs duale Studium ein

So verwies Pinkwart auf die Liste der Firmen, die sich für die Innovation City engagieren. „Im Grunde müsste jedes dieser Unternehmen auch duale Studienplätze mitfördern“, sagte er. So könne die Hochschule Studium und berufliche Praxis besser verzahnen. Denn: „Man sollte damit nicht warten, bis ein Student mit 28 Jahren fertig ist. Studenten müssen viel früher eine Rückkoppelung in Unternehmen bekommen“ riet er.

Oberbürgermeister Bernd Tischler verwies auf die Partnerschaft der Hochschule mit Unternehmen wie Siemens, Salzgitter, oder dem Wasserversorger RWW. „Die Verzahnung mit der Wirtschaft hat geklappt“, sagte Tischler. Präsidentin Gudrun Stockmanns erklärte, dass die Hochschule Studenten unterstütze, wenn diese eigene Firmen gründen möchten. So fördere die Hochschule Geschäftsideen und ihre Professoren bieten Coachings für die Start-Up-Unternehmen an.

Spontan zur Spielemesse Gamescom eingeladen

Ein Beispiel dafür ist die Firma „Streamcake“. Sie bietet etwa bei Computerspielen einen Live-Streamingdienst an, mit dem Zuschauer ihr Streaming-Erlebnis direkt beeinflussen können. Gegründet haben das Unternehmen die Informatiker Mike Niehoff und Marcel Schönknecht mit dem HRW-Mitarbeiter Marius Sharma und dem Finanzfachmann Daniel Stückemann. Auch das Wirtschaftsministerium fördert die junge Firma finanziell und der Minister lud die Gründer spontan ein, ihre Idee doch auf dem Stand des Landes auf der Spielemesse Gamescom vorzustellen.

Wie ein Coach trat Pinkwart in der Hochschule auf. „Toll“, kommentierte er Ideen der Forscher. „Richtig“, stimmte er Erkenntnissen der Wissenschaftler und Studenten zu. „Super“, motivierte er. Auch das neue Prosper-Kolleg für zirkuläre Wertschöpfung, das die Hochschule gerade aufbaut, stieß auf besonderes Interesse des Ministers. Darin erforschen die Professoren Uwe Handmann und Wolfgang Irrek mit ihren Mitarbeitern, wie mittelständische Firmen ihre Produkte und Verfahren möglichst abfallfrei und schadstoffarm halten können.

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