Wolfsgebiet Bottrop

Wieder Wolfsrisse an der Schwarzen Heide: Ein Schaf ist tot

Dieses Schaf ist westlich des Flugplatzes Schwarze Heide gerissen worden.

Dieses Schaf ist westlich des Flugplatzes Schwarze Heide gerissen worden.

Foto: Vornbrock

Drei Monate war es still um die Schermbecker Wölfin. Jetzt steht sie wieder im Verdacht, auf einer Weide in Hünxe ein Schaf gerissen zu haben.

Drei Monate nach dem letzten bewiesenen Nutztierriss der Schermbecker Wölfin prüft das Landesumweltamt Lanuv, ob die im Wolfsgebiet Schermbeck heimisch gewordene Wölfin mit der Kennung „GW 954f“ auch Schafe auf einer Weide westlich des Flugplatzes Schwarze Heide gerissen hat.

Der Herdenbesitzer hat am Sonntagmorgen entdeckt, dass eines seiner Schwarzkopfschafe mit einem Kehlbiss gerissen worden war. Fünf weitere Tiere wurden verletzt. Ob davon noch Tiere getötet werden müssen, entscheidet ein Tierarzt. Wolfsberater Niels Ribbrock hat Bissspuren gesichert. Ein Speziallabor wird die Probe nach DNA-Spuren der Schermbecker Wölfin untersuchen. Bis das Ergebnis der Untersuchungen vorliegt, werden voraussichtlich einige Wochen vergehen. Die Weide war umgeben von einem 90 Zentimeter hohen Elektrozaun, wie ihn die NRW-Förderrichtlinie Wolf vorschreibt. Zeugen bestätigen, dass der Zaun nicht untergraben worden ist.

Seit Frühjahr 2018 ist die Wölfin „GW 954f“ unterwegs. Das Land NRW hat deshalb zum 1. Oktober 2018 das erste „Wolfsgebiet“ in NRW ausgewiesen. Seither gibt es immer wieder heftige Diskussionen. Herdenbesitzer fordern, die Wölfin als „auffällig“ zu deklarieren und zum Abschuss freizugeben. Das ist seit Mai durch einen Beschluss des Bundeskabinetts einfacher geworden.

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