Weltkindertag 2010

Weltkindertag in Bottrop: weniger wild, dafür kreativer

Die große Spielaktion zum Weltkindertag musste coronabedingt abgesagt werden. Stattdessen gestalteten etwa 130 Kinder eine zehn Meter lange LKW-Plane am Bauzaun vor dem Hansa Center am Berliner Platz mit Bildern zum Thema Kinderrechte. Die Erwachsenen machten daraus eine Collage: Patrick Rosendahl, Cornelia Kavermann, Manuela Mulawski, Irena Wabnitz, Uwe Kobus, Dietmar Amrehn (v.l.) nach der Fertigstellung.

Die große Spielaktion zum Weltkindertag musste coronabedingt abgesagt werden. Stattdessen gestalteten etwa 130 Kinder eine zehn Meter lange LKW-Plane am Bauzaun vor dem Hansa Center am Berliner Platz mit Bildern zum Thema Kinderrechte. Die Erwachsenen machten daraus eine Collage: Patrick Rosendahl, Cornelia Kavermann, Manuela Mulawski, Irena Wabnitz, Uwe Kobus, Dietmar Amrehn (v.l.) nach der Fertigstellung.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Kinder zwischen drei und 13 sorgen für einen bunten Berliner Platz. Stadtjugendring organisiert Malaktion zum Thema Kinderrechte.

„Kinderrechte schaffen Zukunft“ - unter diesem Motto stand der Weltkindertag, der in diesem Jahr coronabedingt etwas anders ausfiel. Organisierte der Stadtjugendring in früheren Jahren ein tolles Kinderfest auf dem Abenteuerspielplatz, zuweilen mit rund 1000 Besuchern, Karussell, Feuerwehr, Trödelmarkt und vielen Mitmachaktionen und Spielen, so hielt es der Stadtjugendring in Zeiten wieder steigender Coronazahlen für vernünftiger, das Event abzusagen. „Es wäre einfach nicht möglich gewesen zu kontrollieren, wie viele Besucher kommen und wie wir die geltenden Regeln hätten einhalten können“, so Patrick Rosendahl vom Stadtjugendring.

Stadtjugendring wollte Zeichen setzen

Ein Zeichen setzen wollte der Stadtjugendring trotzdem. „Gerade während der Corona-Zeit, wo die Kinder viel Zeit zuhause verbracht haben und das Risiko von überforderten Eltern gestiegen ist, war es uns wichtig, die Aktion nicht komplett ausfallen zu lassen“, so Rosendahl. Deswegen musste ein neuer Plan her. Und der wurde sei in nur zwei Wochen umgesetzt worden. Anstelle des Kinderfestes kann man nun eine Woche lang eine zehn Meter lange Lkw-Plane auf dem Bauzaun vor dem Hansa Center am Berliner Platz betrachten. Diese brachte der Stadtjugendring am Samstag gemeinsam mit dem Fachbereich „Jugend und Schule“ an.

Das Besondere: Die Plane ist voller selbstgestalteter Bilder zu dem diesjährigen Weltkindertag-Motto. Gestaltet wurden die Kunstwerke von Kindern zwischen drei und 13 Jahren. So kamen insgesamt 130 Bilder zusammen – und das in nur einer Woche. So lange hatten die Kinder Zeit, ihre Bilder zu gestalten, und abzugeben. Mit dem Motto gehen die Kleinen ganz unterschiedlich um, weshalb es auch so viele facettenreiche Bilder zu sehen gibt.

Aus Skepsis wurde rasch Interesse

„Am Anfang standen einige Kinder der Malaktion noch skeptisch gegenüber“, sagt Dietmar Amrehn. Der Einrichtungsleiter des Abenteuerspielplatzes hat ihnen daraufhin die Aktion erklärt und damit auch die Unsicherheit genommen. Aus anfänglicher Skepsis sei schnell ein großes Interesse geworden. Die Kinder machten sich ans Werk und hatten vor allem mächtig Spaß. Man könne aber auch erkennen, dass die Kinder nicht nur Spaß am Malen hatten, sondern sich beispielsweise in Kindergärten und Schulen mit der Frage was die Kinderrechte denn nun sind, auseinander gesetzt haben.

Achtjähriger malt sein „Recht auf Bildung“

Die Bilder machen deutlich, dass den Kindern die verschiedenen Rechte näher gebracht wurden, fügt Rosendahl hinzu. Dazu zählen unter anderem die Rechte auf Freizeit, Zuneigung und Schutz. Auch zum Recht auf Bildung malte ein Achtjähriger ein Bild. Der Junge zeichnete sich selbst neben seiner Schule, erzählt Cornelia Kavermann. Zuerst dachte die AGSB-Leiterin, dass der Schüler sich zusätzlich einen Bart gemalt hätte. Daraufhin erklärte er ihr jedoch, dass es eine Maske sei und er wegen der Pandemie momentan nur noch mit seinem Mundschutz in die Schule dürfe.

Nun bleibt abzuwarten, wie der Weltkindertag im nächsten Jahr gefeiert werden kann. Informiert und ein Zeichen gesetzt, hat der Stadtjugendring aber auch dieses Jahr wieder – und zwar trotz Corona.

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