Kultur

Volksbank-Spende sichert Kabarettprogramm im Hof Jünger

Die nächsten Doppelfolgen „Kabarett im Hof“ sind gesichert: von links Kabarettist Benjamin Eisenberg, Hermann Reinbold und Christian Hopp vom Bürgerverein Hof Jünger sowie Volksbank-Vorstand Martin Wissing.

Die nächsten Doppelfolgen „Kabarett im Hof“ sind gesichert: von links Kabarettist Benjamin Eisenberg, Hermann Reinbold und Christian Hopp vom Bürgerverein Hof Jünger sowie Volksbank-Vorstand Martin Wissing.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Wie geht Kabarett in Corona-Zeiten? Auf jeden Fall mit weniger Zuschauern, sagt der Bürgerverein Hof Jünger und freut sich über einen Zuschuss.

Die Veranstaltungsformate Kino und Konzert hat Hof Jünger noch der Corona-Zwangspause schon erfolgreich unter neuen Rahmenbedingungen abgewickelt. Kabarett allerdings rechnet sich nicht mit verminderten Zuschauerzahlen. Deshalb springt die Volksbank mit einem Zuschuss ein und sichert so die „Kabarett im Hof“-Doppelfolgen im September und November.

Die aktuelle Version der Corona-Schutzverordnung würde es dem Bürgerverein erlauben, bei Kabarettveranstaltungen genauso viele Zuschauer vor vor dem Corona-Lockdown einzulassen. Bei bestuhlten Veranstaltungen muss kein Mindestabstand eingehalten werden, wenn wir durch feste Sitzplätze und Aufnahme von Kontaktdaten eventuelle Infektionen rückverfolgbar machen“, sagt Hermann Reinbold, Vorsitzender des Bürgervereins. „Wir könnten den Saal also vollpacken mit Besuchern. Aber das wollen wir nicht mit Rücksicht auf unser Publikum, in dem viele Menschen zur Risikogruppe gehören.“

Zuschuss von der Volksbank

Andererseits rechnet sich „Kabarett im Hof“ nur, wenn die Zuschauereinnahmen stimmen. Der Zuschuss der Volksbank macht dem Bürgerverein jetzt eine Mischkalkulation möglich: Er gleicht die Einnahmen aus, die dem Verein durch die Reduzierung der Sitzplätze um fast ein Drittel auf 70 pro Kabarettabend entstehen.

„Auf dieses Basis können wir die Kabarett-Reihe im September und November wie geplant als Doppelveranstaltung laufen lassen und so das Besucheraufkommen ein wenig entzerren“, sagt Reinbold. Er freut sich ebenso wie Kabarettist Benjamin Eisenberg, dass es nach acht Monaten Pause endlich wieder losgeht: „Unsere letzte Kabarettveranstaltung war Ende Januar.“ Benjamin Eisenberg sagt es so: „Wichtig ist, dass die Leute wissen: Wir finden wieder statt.“

Karten bereits ausgefüllt mitbringen

Allerdings unter Corona-Bedingungen. Haus 2 wird ein Netz aus Einbahnstraßen sein, der Ausschank im Foyer geschlossen, Handdesinfektion Pflicht. Die Besucher können dazu beitragen, Staus am Eingang zu vermeiden, sagt Bürgerverein-Vorstand Christian Hopp: „In den Vorverkaufsstellen geben unsere Partner mit der Eintrittskarte auch eine Rückverfolgungskarte aus. Wenn die Besucher diese bereits ausgefüllt mitbringen, brauchen wir am Einlass nur noch die Sitzplatznummer einzutragen.“

„Wo Kultur stattfindet, sind wir froh, das unterstützen zu könne“, sagt Volksbank-Vorstand Martin Wissing über das Engagement der Bank. Der Zuschuss hilft dem Bürgerverein, den Vorverkauf etwas entspannter zu verfolgen. Während das Kabarett-Doppelpack vor Corona in der Regel nach wenigen Tagen ausverkauft war, beobachtet Reinbold beim Publikum derzeit eine gewisse Kaufzurückhaltung.

Kabarett im Hof, Dienstag und Mittwoch, 29. und 30. September, jeweils 19.30 Uhr. Gäste von Benjamin Eisenberg sind Erasmus Stein und Peter Löhmann. Karten (18, Schüler und Studenten 15 Euro) in den Humboldt-Buchhandlungen sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr im Hof Jünger.

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