Mensch und Tier

Vierbeiner toben sich auf der neuen Bottroper Hundewiese aus

Angela Mölleken mit Hund Any, Stefanie Stentjes mit Hund Ron, Klaudia Siedlaczek mit Hund Casper und Jennifer Siedlaczek mit Hund "Basty“  (v.l.) kommen gerne zu der neuen Hundewiese in Bottrop.

Angela Mölleken mit Hund Any, Stefanie Stentjes mit Hund Ron, Klaudia Siedlaczek mit Hund Casper und Jennifer Siedlaczek mit Hund "Basty“ (v.l.) kommen gerne zu der neuen Hundewiese in Bottrop.

Foto: Michael Korte

Bottrop.   Die Freilauffläche am Forsthaus Specht wird von Mensch und Tier gut angenommen. Die Hundebesitzer haben aber noch einige Verbesserungsvorschläge.

Es ist fast wie auf jedem Spielplatz, es ist laut, es wird gebuddelt, gerannt, gerangelt und getobt. Nur hier sind es keine Kinder, die ihre überschüssige Energie beim Spiel loswerden, sondern Vierbeiner. Die neue Hundewiese hinter dem Forsthaus Specht ist jetzt seit etwa einem Monat geöffnet und wird von den Hundebesitzern und ihren Lieblingen sehr gut angenommen.

30 spielende Hunde an einem Nachmittag

Rund 30 Hunde aller Größen und Rassen tummeln sich am Samstagnachmittag auf dem umzäunten Gelände, vom Dackel bis zur Dogge ist alles vertreten. Es ist zwar laut und lebendig, aber alles bleibt friedlich. Spontane Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Rüden werden von den Besitzern schnell beendet.

„Die meisten sind verträglich, Hunde wie Menschen“, beschreibt Ingrid Gromol, die mit ihrer Jagdhündin Aika regelmäßig hier ist, die Atmosphäre. „Im Allgemeinen klappt es gut“, ergänzt Simone Hahn mit ihren Mischlingen Kira und Bibi. Auch Gismo, eine englische Bulldogge, spielt friedlich mit. Seine Besitzer sind mit der dreijährigen Tochter Lilian zum ersten Mal hier und wollen wieder kommen: „Eine schöne Sache hier“, freut sich Papa Schmidt.

Besucher müssen Rücksicht aufeinander nehmen

Natürlich müssen Regeln eingehalten werden, „wenn alle sich daran halten, darf jeder gerne kommen“, betont Klaudia Siedlaczek. Aber „wenn alle mehr Rücksicht nehmen, braucht man keine Regeln“, weiß Stefanie Steentjes, die mit ihrem Hund Ron gekommen ist. Die Mädchen Fiona (8) und Maja (12) haben keine Angst, sich auf der Wiese mit den vielen Hunden zu bewegen. Ihre junge tollpatschige Sennenhündin Alma hat hier die Möglichkeit, mit anderen Hunden zusammen zu kommen und im Spiel den Umgang miteinander zu lernen.

Die Hundehalter sind insgesamt zufrieden mit der Umgebung, haben aber noch einige Wünsche. Besonders wichtig wäre ihnen eine Schleuse mit Doppeltor. Die „Neuankömmlinge“ werden von der Hundemeute „begrüßt“, und wenn der Halter nicht aufpassen, verschwinden Hunde im Wald oder auf den Parkplatz, beschreibt Frank Horst aus Oberhausen die Problemzone, die mit einem Doppeltor zu entschärfen sei.

Mit Mischling Benno ist Horst jeden Tag auf der Hundewiese. Die Mülleimer mit den Kot-Tüten seien schnell viel zu voll und würden stinken, bemerken andere Hundefreunde. Auch ein sandgefülltes Gefäß für Zigarettenreste wäre sehr erwünscht, ebenso wie eine Wasserstelle und ein Sandhaufen, mit dem man die Löcher füllen könne, die von den Hunden gelegentlich gebuddelt würden.

Standorte für weitere Hundewiesen werden gesucht

Wichtig sei die Kommunikation zwischen den Besitzern. Man solle immer entspannt bleiben, die Tiere beobachten und einschätzen, wann man eingreifen müsse. Die Hunde hätten auf der Wiese genug Platz, um sich auch aus dem Wege zu gehen, könnten dort aber auch nachhaltig sozialisiert werden, erklärt Stefanie Steentjes von der Initiative „Bot-Dogs“.

Zur Zeit wird nach anderen Standorten für Hundewiesen gesucht. Einige Hundefreunde haben schon die Initiative ergriffen und sich organisiert. Die „Bot-Dogs“ sind dabei, einen gemeinnützigen Förderverein zu gründen. Die Satzung würde geprüft, erklärt Steentjes. Der Verein habe das Ziel, sich für neue Hundewiesen einzusetzen, sich um Probleme zu kümmern und Anregungen aufzunehmen. Die Leute sollen einen Ansprechpartner als Vermittler zwischen Stadt und Hundehaltern haben.

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