Video-Rodeo: Sprungbrett für Filmemacher aus dem Ruhrgebiet

Filmemacher aus dem ganzen Ruhrgebiet können ab sofort ihre Beiträge für die sechste Auflage des Kurzfilmfestivals „Video Rodeo“ einreichen. Hinter der Veranstaltung, die am 25. September wieder im Astra- Theater in der Essener Innenstadt über die Leinwand flimmert, steckt ein locker organisiertes Kollektiv Filmbegeisterter um Mello Hakopians.

Der 33-jährige Sozialarbeiter hatte das Video-Rodeo ins Leben gerufen, um heimischen Filmemachern eine Plattform zu bieten und gleichzeitig die Vernetzung voranzutreiben. „Das gesamte Thema Bewegtbild wird immer wichtiger, auch in Essen und dem Ruhrgebiet insgesamt wächst die Szene“, hat auch Kameramann Philipp Peißen beobachtet, der mit zum Organisationsteam gehört. Mittlerweile hat das Videorodeo seinen Bekanntheitsgrad gesteigert. So wurden allein im vergangenen Jahr rund 60 Beiträge eingereicht.

Das Veranstalterteam stellt aus den gelungensten Beiträgen ein gut dreistündiges Programm zusammen. Amateure und Autodidakten können ihre Filme dabei ebenso zeigen wie Profis.

Nicht länger als 30 Minuten

Einzige Maßgabe für die Filme: Sie sollten nicht länger als 30 Minuten sein. „Und wir legen Wert darauf, dass die Filmemacher aus dem Ruhrgebiet sind oder die Beiträge zumindest hier in dieser Region spielen“, stellt Hakopians den regionalen Fokus heraus.

Durch das Festival, das von der Lichtburg und dem Essener Verein Filmkunst und Kinokultur unterstützt wird, sollen die Filmemacher auch in den Genuss der unmittelbaren Publikumskritik kommen. „Die Filme im Kino vor bis zu 400 Besucher zu zeigen und ihre Reaktion unmittelbar zu erleben, ist etwas völlig anderes, als die Filme im Internet auszuspielen“, weiß Mello Hakopians.

Die Festivalveranstalter wollen Filmemachern in diesem Jahr auch die Chance einräumen, Unterstützer für ihr nächstes Filmprojekt zu werben – und vielleicht auch den ein oder anderen Kontakt dafür zu knüpfen. Der Veranstaltungsort, das Astra-Theater, gehört zu den vier Filmkunsttheatern Essens, die ausschließlich Arthouse-Filme abseits des kommerziellen Mainstreams zeigen.

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