Vermuteter Wolfsangriff

Veterinäre obduzieren das in Bottrop gerissene Pony

Das gerissene Shetland-Pony wird zur Obduktion nach Münster gebracht.

Das gerissene Shetland-Pony wird zur Obduktion nach Münster gebracht.

Foto: ReD

Bottrop-Kirchhellen.  Experten versprechen sich weitere Erkenntnisse über den mutmaßlichen Wolfsriss in Kirchhellen. Die Auswertung der DNA-Spuren kann Wochen dauern.

Das möglicherweise von zwei Wölfen in Kirchhellen gerissene Pony wurde jetzt zur Obduktion ins Veterinäruntersuchungsamt Münster gebracht, um weitere Erkenntnisse über die exakte Todesursache zu bekommen. Das Tier war in der Nacht von Sonntag auf Montag, 26. Oktober, auf einer Weide getötet worden. Das Shetland-Pony zeigte Bissspuren unter anderem im Kehlbereich.

Bereits am Montagmorgen hatten die Wolf-Experten vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) gemeinsam dem Halter den Ort des Geschehens unter die Lupe genommen. Es wurden Abstrichproben am Tier genommen, die sich zurzeit auf dem Weg zum Senckenberg

Forschungsinstitut in Gelnhausen befinden, um über die DNA-Spuren sicher feststellen zu lassen, welches Tier für diesen Vorfall verantwortlich ist. Im Umfeld der Weide wurden zudem auf einem Maisacker Trittsiegel und Fährten von einem oder zwei Wölfen festgestellt. Deren Begutachtung nehmen die Experten ebenfalls vor.

Erkenntnisse werden in einigen Wochen zusammengeführt

Die Auswertung der einzelnen Spuren und Erkenntnisse werden abschließend zusammengeführt, wenn die Ergebnisse der DNA-Analyse vorliegen. Die Aufbereitung der Genprobe im zuständigen Labor wird jedoch mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Alle Informationen zum Thema Wolf, wie dem genetischen Nachweis,der einzelnen Wolfsgebiete in Nordrhein-Westfalen oder den erfolgten Wolfsnachweisen sind zu finden unter www.wolf.nrw.

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