Innenstadt

Verstecke für Ratten am Trapez-Platz verschwinden

Bezirksbürgermeister Klaus Klathoff (l.) im Gespräch mit Anwohnerin Monika Heberle (2. v. r. ) und

Foto: Heinrich Jung

Bezirksbürgermeister Klaus Klathoff (l.) im Gespräch mit Anwohnerin Monika Heberle (2. v. r. ) und Foto: Heinrich Jung

Bottrop   Am Trapez besprechen Politiker und Verwaltungskräfte erste Maßnahmen. Sie sollen helfen, die Situation kurzfristig zu verbessern.

Einige Maßnahmen sollen kurzfristig helfen, die Situation am Trapez zu verbessern. Zuletzt hatten sich Anwohner über Lärm, Schmutz und Ratten auf dem zentralen Platz in der Innenstadt beschwert. Bei einem kurzfristig anberaumten Ortstermin haben Bezirksbürgermeister Klaus Kalthoff und Vertreter städtischer Ämter nach Möglichkeiten gesucht Abhilfe zu schaffen.

So einigte man sich darauf, dass der Fachbereich Umwelt und Grün die letzten Bodendecker und Sträucher aus den Pflanzbeeten entfernen wird. Denn dieses Pflanzendickicht bietet den Ratten Unterschlupf- und Versteckmöglichkeiten. Außerdem haben sie in den Beeten ihre Gänge angelegt.

In den Beeten wird nun Gras eingesät

Stattdessen werde man dort nun Gras einsäen, so Abteilungsleiter Ulrich Kollath. Für die Bekämpfung des Ungeziefers ist der Fachbereich Recht und Ordnung zuständig. Stefan Pietz erläuterte, dass das Trapez schon der Ort in der Stadt sei, wo besonders gründlich gegen Ratten vorgegangen werde. „Wir legen hier jede Woche neue Köder aus.“

Klare Ansagen gab es auch seitens des Bauaufsichtsamtes. Demnach ist die Einhausung, die auf einem der Vordächer um das Kühlaggregat eines Supermarktes gebaut wurde, nicht zulässig. Der Besitzer werde informiert, er muss den Verschlag, der zudem nur rund anderthalb Meter vor einem Kinderzimmerfenster steht, abreißen. damit könnte die Lärmproblematik noch akuter werden, denn die Kühlanlage hat den zulässigen Grenzwert von 45 Dezibel bei Messungen nur knapp eingehalten, weil eine Messtoleranz abgezogen werden muss.

Eventuell muss das Kühlaggregat an eine andere Stelle

Gut möglich also, hieß es seitens des Umweltamtes, dass die Anlage nun ganz woanders aufgestellt werden müsse: Statt auf dem Vordach möglicherweise auf dem Dach des Gebäudes. Außerdem steht noch ein separater Termin an, um den Lärmpegel der Küchenbelüftung eines angrenzenden Restaurants zu messen.

Monika Heberle, eine der Anwohnerinnen, die sich beschwert hatte, war dankbar, dass die Verantwortlichen so rasch reagiert haben.“Ich sehe, dass man sich sehr viel Mühe macht und hoffe, dass es auf einem guten Weg ist.“ Skeptisch zeigte sich die Anwohnerin jedoch angesichts der geplanten Umgestaltung und Erneuerung des Platzes.

Unterschiedliche Interessen müssen unter einen Hut gebracht werden

Auch sie sieht die schwierige Gemengelage. Es müssen unterschiedliche Interessen verschiedener Eigentümer unter einen Hut gebracht werden und mit den Interessen der Stadt abgeglichen werden. Grundsätzlich sei die Variante, Einhausungen für die Müllcontainer einzuplanen aber richtig, sagte die Anwohnerin zu den Plänen, die Heribert Wilken, der Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Stadterneuerung vorstellte.

Doch Wilken machte nochmals klar, dass die Eigentümer zunächst die Arbeiten an der Tiefgarage abschließen müssten, bevor die Stadt mit dem Bau beginnen kann. Der dafür zuständige Verwalter Holger Ingendoh erläuterte den Stand der Dinge, wonach ein Ingenieurbüro mit entsprechenden Planungen beauftragt worden sei.

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