Winterzeit

Verkehrswacht appelliert: Macht euch sichtbar

Hier wird schnell deutlich: Die auffällige Warnweste liefert dem Radfahrer mehr Sicherheit.  Foto:LVW NRW

Hier wird schnell deutlich: Die auffällige Warnweste liefert dem Radfahrer mehr Sicherheit.  Foto:LVW NRW

Bottrop.   Experten raten zu auffälliger Kleidung oder reflektierender Warnweste. Denn immer wieder kommt es zu Unfällen

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Die Uhren zeigen inzwischen Winterzeit, und damit wird es abends früher dunkel. Außerdem sorgt typisches Herbst- und Winterwetter mit Nebel, Regen und Schnee dafür, dass sich die Sichtverhältnisse im Straßenverkehr deutlich verschlechtern. Vor allem Senioren und Kinder, die meist zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, sind jetzt gefährdet.

„Fußgänger und Radfahrer sollten sich so kleiden, dass sie für die Autofahrer gut zu sehen sind“, rät Hans-Christian Geise, Vorsitzender der Bottroper Verkehrswacht. „Ein Autofahrer nimmt einen hell gekleideten Fußgänger deutlicher und früher wahr. Noch besser ist reflektierende Kleidung, mit der man für Autofahrer bereits in 140 Metern Entfernung sichtbar wird.“ Entscheidend sei, dass die frühe Wahrnehmung den Autofahrern mehr Reaktionszeit lässt. So können sie ihr Fahrzeug rechtzeitig anhalten, wenn Fußgänger die Fahrbahn kreuzen.

Auf sich aufmerksam machen

Radfahrer sollten mit reflektierender Kleidung ihre Sichtbarkeit ebenfalls unbedingt erhöhen. „Jeder Radfahrer sollte bei Dunkelheit eine reflektierende Weste anlegen“, empfiehlt Geise. „Auch mit reflektierenden Helmüberzügen oder Schnappbändern an den Beinen und Armen kann man besser auf sich aufmerksam machen.“

Das Rad selbst muss über eine funktionierende Beleuchtung verfügen und mit den vorgeschriebenen Reflektoren ausgestattet sein. Mittlerweile können Radler statt einer dynamobetriebenen Beleuchtung auch Scheinwerfer und Rückleuchten mit Akkus oder Batterien einsetzen. Klassische Katzenaugen dürfen durch reflektierende Speichenclips oder umlaufende Reflexstreifen an Vorder- und Hinterradreifen ersetzt werden. Wie nötig es ist, für alle Verkehrsteilnehmer besser sichtbar zu sein, belegt ein Blick in die Unfallstatistik. So wurden im vergangenen Jahr in Bottrop zwei Verkehrsteilnehmer über 65 Jahre verletzt, als sie bei Dämmerung und Dunkelheit zu Fuß bzw. mit dem Rad unterwegs waren. Aus der Gruppe der Kinder bis 14 Jahre, die bei Dunkelheit oder Dämmerung als Fußgänger oder als Radfahrer am Verkehr teilnahmen, wurden vier Kinder verletzt. Bei den Senioren liegen die Bottroper Zahlen der Verunglückten damit günstiger, bei den Kindern jedoch schlechter als die entsprechenden Landeswerte.

Die Verkehrswacht Bottrop erneuert daher ihren Appell an alle Verkehrsteilnehmer, in der kalten Jahreszeit nochmal zusätzlich auf ihre Sichtbarkeit zu achten.

Bremsbereit halten

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten jetzt in geschlossenen Ortschaften mit einer geringeren als der erlaubten Höchstgeschwindigkeit fahren. Und sie sollten sich zu jeder Zeit bremsbereit halten.

Um auf das erhöhte Unfallrisiko bei Dämmerung und Dunkelheit hinzuweisen, wurde im übrigen die breit angelegte Aktion „Sehen und gesehen werden – Sicher durch die dunkle Jahreszeit“ ins Leben gerufen.

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