Leben im Stadtteil

Verein „Natürlich Kirchhellen“ ärgert sich über Vandalismus

Auf dem Willkommensschild, das der Verein „Natürlich Kirchhellen“ aufstellte, ist das Wort „Kirchhellen“ mit Farbe übersprüht worden.

Auf dem Willkommensschild, das der Verein „Natürlich Kirchhellen“ aufstellte, ist das Wort „Kirchhellen“ mit Farbe übersprüht worden.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop-Kirchhellen.  Willkommensschild in Bottrop-Grafenwald ist besprüht worden. Vorstand betont die Gemeinschaft in Kirchhellen. Diese Aktionen sind 2020 geplant.

Gemeinsam mit Menschen aus allen Ortsteilen Kirchhellen voran bringen – daran will der Verein „Natürlich Kirchhellen“ auch 2020 weiter arbeiten. Verschiedene angegangene Projekte sollen deshalb fortgeführt werden – wie das Anbringen historischer Erklärtafeln im Ortskern oder das Aufstellen von Willkommensschildern. Daran ändert auch nichts, dass das erste dieser Art, 2018 in Grafenwald gesetzt, mutwillig beschädigt worden ist.

Das Wort Kirchhellen ist übersprüht worden

Aus dem Schriftzug „Herzlich willkommen in Kirchhellen-Grafenwald“, der samt Vereinslogo die Tafel am Grafenwälder Ortseingang ziert, ist das Wort „Kirchhellen“ getilgt worden – nämlich mit schwarzer Farbe übersprüht. Gleiches geschah auch auf anderen Schildern in der Umgebung, wie auf dem gelben Ortseingangsschild direkt daneben oder auf den Wegweisern Richtung Heidesee.

„Immer wurde Kirchhellen rausgenommen, das ist das Kuriose“, sagt Gundis Jansen-Garz. Die Vorsitzende des Vereins „Natürlich Kirchhellen“ hatte vor Weihnachten die erste Nachricht über die Sachbeschädigung erhalten. „Das ärgert uns total, und zwar aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen ist es Vandalismus; fremdes Eigentum beschädigt man einfach nicht.“ Zum anderen: „Das, was offenbar bezweckt wird, steht konträr dem gegenüber, was wir als Verein wollen.“

Konkurrenz gibt es im Fußball

Nämlich Kirchhellen als einen gemeinsamen Stadtteil zu sehen, zu dem Grafenwald als Ortsteil gehört. Die Kirchhellener Gemeinschaft zu betonen sei einer der Gründe für die Vereinsgründung gewesen. Es gibt Paten für jeden der sieben Ortsteile, um deren Interessen zu vertreten. „Beim Kirchhellen-Tag klappt das immer besonders gut“, so Jansen-Garz. Zwar gebe es schon etwas Konkurrenz zwischen Grafenwald und Kirchhellen-Mitte, aber sonst im Fußball oder dass man sich ein bisschen ärgere – „aber nicht so!“

Säubern will der Verein sein Ortsschild erst einmal nicht; befürchtet wird gleich die nächste Schmiererei. Ob Anzeige gestellt wird, wird in der nächsten Vorstandssitzung entschieden. Die Vorsitzende glaubt mit Blick auf den oder die Verursacher: „Richtig bösartig war das nicht – eher dumm.“

Weitere Willkommensschilder folgen in Feldhausen und Kirchhellen

Der Vandalismus-Fall: Sicherlich ein Schlag für den Verein, aber noch ganz lange kein K. O. Die Idee hinter den Willkommensschildern – Ortsverschönerung, Ambiente schaffen, Hinweis für Außenstehende, Werbefläche für örtliche Initiativen – wird weiter verfolgt. Ein weiteres steht seit Herbst an der Bottroper Straße. Folgen sollen bald Standorte in Feldhausen, im Bereich Pelsstraße/Hauptstraße sowie an der Oberhofstraße. Finanziert werden die Schilder auch durch Sponsoren. „Wir bleiben dran“, sagt Jansen-Garz.

Das gilt auch für die Erklärtafeln mit historischen Ansichten und Fakten, die zunächst im Dorfkern an Gebäuden angebracht werden. Eine zeigt bereits den Standort der „Alten Schule“. Für die Aktion in Kooperation mit dem Heimatverein hat „Natürlich Kirchhellen“ Geld aus dem Verfügungsfonds zur Förderung der Stadtteilarbeit bekommen. „500 Euro, macht etwa anderthalb Schilder“, so die Vorsitzende. Ideen für Standorte gebe es viele. „Aber nicht jeder will so etwas auch an seiner Hauswand haben“, sagt die zweite Vorsitzende Claudia Siebeker mit Blick auf die Eigentümer.

Erinnerung an die Gaststätte Allekotte in Kirchhellen

Der für die nächste Tafel wichtige habe sich aber schon einverstanden erklärt, berichtet Rudolf Steinmann. Sie soll am Mehrfamilienhaus an der Ecke Oberhof-/Burgstraße an die einstige Gaststätte Allekotte erinnern – in der der Heimatverein gegründet wurde und der Kirchenchor probte, „daher wurde sie Sängerheim genannt“. Freuen würde Steinmann sich, auch an der Gaststätte „Alte Post“ eine Erklärtafel anbringen zu können: Der Wirt war früher gleichzeitig noch Postagent und „Bankchef“. Eine weitere Station könnte auf den Alten Bahnhof verweisen.

Neben der bewährten Bepflanzung und Pflege von rund 80 Blumenampeln im Dorf plant der Kirchhellener Lobby-Verein wieder den beliebten Wintertreff am ersten Adventswochenende – inklusive Beteiligung aus allen Ortsteilen.

Ziel des Vereins mit seinen 250 Mitgliedern ist es, den Ort Kirchhellen mit seinen sieben Ortsteilen noch attraktiver zu gestalten. Ideen dazu gehen per E-Mail an info@natuerlich-kirchhellen.de

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