Vertragsunterzeichnung

Unter der Rufnummer 115 erhalten Bottroper nun Auskunft

OB Bernd Tischler (m.) unterzeichnete den Vertrag mit Daniel Krüger (l.) vom Innenministerium und Horst Hauswirth. von Call-Duisburg.

Foto: Michael Korte

OB Bernd Tischler (m.) unterzeichnete den Vertrag mit Daniel Krüger (l.) vom Innenministerium und Horst Hauswirth. von Call-Duisburg. Foto: Michael Korte

Bottrop.   Stadt schließt sich der bundesweit gültigen Behördennummer an. Bürger erhalten auch Auskunft zu Themen, für die nicht die Stadt zuständig ist.

Wer künftig etwas von der Stadt will, braucht sich nur noch drei Ziffern zu merken. Unter der Rufnummer 115 gibt es Auskünfte zu allen Themen, die städtische Dienstleistungen betreffen. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte der Rat den Weg für die Zusammenarbeit frei gemacht. Nun unterzeichnete Oberbürgermeister Bernd Tischler den entsprechenden Vertrag mit der zuständigen Koordinierungsstelle im Bundesinnenministerium.

OB unterzeichnet Vertrag

Was ist mitzubringen, wenn ein Auto angemeldet werden soll? Was wird benötigt, um einen Personalausweis zu verlängern? Und wie lange haben die Ämter geöffnet? Solche und weitere Fragen können die Bürger nun unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer loswerden und erhalten auch eine Antwort.

Weiterer Vorteil für die Bürger: Weil über 500 Kommunen, zwölf Bundesländer und sämtliche Bundesbehörden an der Rufnummer 115 beteiligen, erhalten Anrufer hier auch Auskünfte, die über Bottrop hinausgehen und etwa Bundes- oder Landesangelegenheiten betreffen. Zum Beispiel zur Steuererklärung.

Rufen Bottroper die 115 an, so landen sie in einem Callcenter in Duisburg. Das ist insofern nicht neu, als dass es bereits 2012 testweise und 2015 offiziell den Telefondienst für die Stadtverwaltung übernommen hat. Im Hintergrund arbeitet eine Datenbank, die vom hiesigen Amt für Informationsverarbeitung gefüttert wird. Auf die können die Mitarbeiter in Duisburg zugreifen und dann passgenaue Antworten erteilen. Wie es heißt, sollen in 65 Prozent der Fälle die Anrufer direkt eine Auskunft erhalten, ohne dass sie weiter verbunden werden müssen.

Wer nicht sofort Hilfe erhält, wird nicht hängen gelassen, erläutert Horst Hauswirth, Leiter von Call-Duisburg. „In dem Fall halten wir Rücksprache mit der Fachverwaltung in Bottrop und vermitteln den Kontakt oder informieren den Anrufer innerhalb von 24 Stunden, auf Wunsch auch per Fax oder Mail.“

Zusätzlicher Bürgerservice

Oberbürgermeister Bernd Tischler sieht in der zentralen Behördennummer einen besseren Bürgerservice. „Es ist eine kleine Telefonnummer mit großer Wirkung“, lobt er. Sie vermeide unnötige Behördengänge, ist sich der OB sicher. Zusätzliche Kosten entstehen der Stadt nicht. Sie bezahlt das Callcenter nach Aufwand, wie das bisher auch schon gemacht wird. Dies sei günstiger als eine eigene Telefonzentrale, sagt Tim Hussein, Leiter des Amtes für Informationsverarbeitung.

Daniel Krüger vom Bundesinnenministerium sieht in der Rufnummer 115 „unseren Beitrag zum Wohlfühlen in Bottrop“. Außerdem zeige dieses Projekt, wie verwaltungsübergreifende Arbeit funktionieren kann. Inzwischen gibt es 50 Servicecenter in ganz Deutschland, die für Bürgeranfragen zur Verfügung stehen.

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