Falle

Unbekannte legen auf dem Eigen präparierte Schrauben aus

Dominik Wrobel präsentiert eine der Schraubenfallen, die er auf dem Weg an der Körnerstraße gefunden hat.

Foto: Heinrich Jung

Dominik Wrobel präsentiert eine der Schraubenfallen, die er auf dem Weg an der Körnerstraße gefunden hat. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Seit Monaten ärgern die spitzen Fallen Anwohner eines Weges auf dem Eigen. Reifen wurden aufgeschlitzt. Die Polizei bittet Zeugenn sich zu melden

Spitze Schrauben, fest eingeklebt in Kronkorken – diese gefährlichen Gegenstände lagen nun schon mehrmals auf einem Weg auf dem Eigen. Der führt zu mehreren Häusern am Ende der Körnerstraße. Dominik Wrobel nutzt den Weg regelmäßig und hat sich bereits zweimal die Reifen an den scharfen Fallen aufgeschlitzt. „Insgesamt ist mir inzwischen ein Schaden von rund 1000 Euro entstanden“, sagt er.

Zuletzt ist es ihm vor 14 Tagen passiert, davor war seit März Ruhe. „Aber schon im vergangenen Herbst ging es los“, erinnert er sich. Mehrfach hätten er und andere Anlieger die Fallen auf dem Weg entdeckt, manchmal rechtzeitig, so dass es nicht zu Schäden kam, manchmal aber eben doch nicht rechtzeitig.

In der Nähe ist ein Kindergarten

Doch Wrobel denkt noch weiter: „Mir ist es bisher immer aufgefallen, dass die Reifen beschädigt waren, doch was ist, wenn der Schaden erst auf der Autobahn auftritt, so ein Reifen bei hohem Tempo platzt?“

Hinzu kommt: Zwar handelt es sich bei dem kleinen Weg – eine Verlängerung der Körnerstraße – um einen Anliegerweg. Doch in unmittelbarer Nähe gibt es einen Kindergarten, ein Trampelpfad, der von dem Weg abzweigt führt zum nahegelegenen Awo-Altenheim. Wrobel: „Die sind hier ja auch unterwegs, ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wenn sich jemand verletzt.“

Verdächtige Beobachtungen melden

Zweimal hat er bei der Polizei Anzeige erstattet, auch andere Geschädigte hätten das getan, sagt er. Doch die Ermittlungen der Polizei blieben ergebnislos. Zwar ist die Gegend tagsüber belebt, Spaziergänger sind mit ihren Hunden unterwegs und auch Radfahrer nutzen die Wege, doch sobald es dunkel wird, ist hier kaum noch jemand unterwegs. Hinzu kommt, dass entlang des Weges keine Laternen stehen, es also keine Beleuchtung gibt. Wrobel weiß, dass es für die Polizei extrem schwierig ist, den Täter zu erwischen.

Ähnlich äußert sich auch Polizeisprecherin Ramona Hörst. Sie kann nur appellieren solche Fälle anzuzeigen, „dann können wir auch die Spuren sicher stellen“. Zudem bittet sie Passanten, die dort unterwegs sind, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen der Polizei zu melden.

Hoffen auf aufmerksame Zeugen

Aus Sicht der Polizei könnte es aber auch sein, dass es jemand gezielt auf die Anlieger oder auf einen der Anlieger abgesehen hat. Denn bisher lagen die Fallen immer auf dem Teilstück, der eigentlich Anliegerweg ist und nur von den rund sechs Parteien genutzt wird, die dort wohnen. Weil seine Schwiegermutter dort wohnt, nutzt Wrobel die Strecke regelmäßig. „Wir haben auch schon darüber nachgedacht, sind da aber nicht weiter gekommen.“ Er hofft nun, dass die Menschen, die hier unterwegs sind, aufmerksam sind und so vielleicht der Täter ermittelt werden kann. Oder aber es zumindest zu keinen weiteren Taten mehr kommt.

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