Stenkhoffbad

Übers Wasser laufen wie im Hamsterrad

Es ist nicht leicht, im Stand die Balance zu halten, während der Ball über das Wasser gleitet.

Es ist nicht leicht, im Stand die Balance zu halten, während der Ball über das Wasser gleitet.

Foto: WAZ Fotopool

Bottrop.  Celina steht im „Waterball“ am Beckenrand. „Und jetzt: Lauf! Lauf!“, rufen Norbert Schmeer und Manfred Plümpe vom Förderverein Stenkhoffbad der Zwölfjährigen zu, während sie Celina samt Wasserball ins Wasser schieben. Sie rennt, strampelt und hält die Balance – ein paar Meter, dann plumpst sie hin und landet sanft in dem riesigen Ballon. Doch was den meisten Kindern kaum gelingt, das klappt bei Celina: Aus der Liegeposition schafft sie es wieder in den Stand, während der „Waterball“ auf der Wasseroberfläche schwimmt. Wie ein Hamster im Laufrad gibt Celina dann wieder Gas. „Wenn man hinfällt, muss man sich ganz langsam wieder aufrichten und dann schnell loslaufen“, verrät sie ihr Erfolgsgeheimnis. Celina kennt den „Water Walk“ schon aus dem Aqua-Park in Oberhausen.

Die Warteschlange reißt nicht ab

Seit Freitag können nun auch Besucher des Stenkhoffbads ab drei Jahren erstmals in den riesigen Bällen über das Wasser wandeln. Drei „Waterballs“ sind in einem abgetrennten Bereich des Nichtschwimmerbeckens im Dauereinsatz – besonders für die Badegäste ein echtes Erlebnis, die Warteschlange mit zehn bis 15 Kindern reißt nicht ab.

„Die Attraktion wird super angenommen. Das war ein Volltreffer“, freut sich Gabriele Schmeer, erste Vorsitzende des Fördervereins Stenkhoffbad. Eine Spende der Stadtsparkasse habe ermöglicht, den „Water Walk“ für einige Aktionstage ins Freibad nach Bottrop zu holen. An jetzt noch zwölf August-Tagen bietet der Förderverein den „Water Walk“ an.

Mit insgesamt sieben Helfern ist der Förderverein vor Ort. „Zwei von uns sind immer im Wasser, um aufzupassen, dass nichts passiert“, so Schmeer. Einer gibt den Kindern Anweisungen, zwei sind mit dem Wiederaufpumpen der „Water Balls“ beschäftigt. Nach jedem Kind muss der Wasserball mit einem Kompressor neu mit Luft befüllt werden. „Wir wechseln uns mit den Aufgaben ab. Zwei müssen ja auch den Infostand betreuen und Wertmarken verkaufen.“

50 Cent kostet eine dreiminütige Runde, die die Gäste mit Wertmarken bezahlen. „Damit hier am Becken nicht mit Geld hantiert wird“, erklärt Gabriele Schmeer. Das Geld kommt dem Förderverein zugute, „um wieder neue Attraktionen finanzieren zu können.“ Annegret Becker, die auf Nachbarskind Amina (6) aufpasst, findet den „Water Walk“ super. „Das Schwimmbad allein ist schon toll, aber mit solchen Aktionen bekommt es einen besonderen Wert.“

Arlind (10) hat gerade seinen ersten Versuch hinter sich. „Es war echt schwer, in dem Ball zu laufen“, gibt er zu. „Aber es macht auch richtig Spaß.“ Leonie (10): „In dem Ball ist es total heiß, aber es ist einfach toll, übers Wasser zu laufen und den Beckengrund durch den Ball zu sehen. Außerdem ist es witzig, wenn man dadrin hinfällt.“

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