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Tankstelle im Fuhlenbrock bleibt geöffnet

Pächter Jörg Przybilla hat sich schon neu eingekleidet. Mit dem 1. Januar verkauft er nicht länger den Sprit von Aral sondern wechselt mit seiner Tankstelle im Fuhlenbrock zu Shell.

Foto: Heinrich Jung

Pächter Jörg Przybilla hat sich schon neu eingekleidet. Mit dem 1. Januar verkauft er nicht länger den Sprit von Aral sondern wechselt mit seiner Tankstelle im Fuhlenbrock zu Shell. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Verwirrendes Schreiben der Aral verkündet das Ende der Tankstelle. Sehr zum Ärger des Pächters, denn die Filiale wird lediglich umgeflaggt.

„Entgegen anders lautender Benachrichtigungen schließt diese Tankstelle nicht!“ – so heißt es auf den Schildern, die an der Tür und im Kassenbereich der Aral Tankstelle im Fuhlenbrock angebracht sind. Dennoch kommen im Minutentakt neue Kunden in die Filiale, die fragen, ob diese Tankstelle nun schließen wird und was der Grund für diese Entscheidung sei.

Der Hintergrund all dieser Fragen: Die Firma PM Pfennings aus Baesweiler, zu der auch die Tankstelle im Fuhlenbrock gehört, wechselt mit 16 Filialen von Aral zum Mineralölkonzern Shell. Deshalb bekamen die Payback-Kunden der Tankstelle in der letzten Woche eine Postkarte, die das Aus der Tankstelle verkündet und stattdessen auf die Aral-Niederlassung an der Hans-Sachs-Straße verweist.

Pächter spricht von Rufschädigung

„Seitdem rennen die Kunden uns hier die Bude ein“, sagt Pächter Jörg Przybilla. Er reagiert verärgert auf diese Art, die zehnjährige Zusammenarbeit zu beenden. „Nicht nur muss ich Angst haben, Kunden zu verlieren. Es ist auch rufschädigend. Ich komme aus dem Fuhlenbrock und hier kennt mich jeder. Ich musste in den letzten Tagen oft die Frage beantworten, ob ich pleite bin.“

Dabei sind solche Wechsel durchaus normal und nichts Neues für den Pächter. Als er die Tankstelle 2004 übernahm, trug sie noch drei Jahre die typisch gelb-roten Farben der Shell, bevor sie für ein Jahrzehnt zu Aral wurde – nun also eine Rückkehr zu den Wurzeln.

Nicht die erste Umflaggung der Station

Da er von damals einen reibungslosen Wechsel gewohnt war, fühlt Przybilla sich nun umso vor den Kopf gestoßen: „Wenn meine Kunden nicht zu mir gekommen wären, hätte ich davon nicht einmal etwas mitbekommen. Auch Pfennings war nicht darüber informiert.“ Einen ähnlichen Vorfall gebe es derzeit zudem auch in Schermbeck.

Die Kunden finden klare Worte. „Ich bin sofort hergekommen, als diese schwachsinnige Karte im Briefkasten lag“, erzählt Stammkunde Heinz. Nach der Aufklärung habe er das Schreiben „sofort weggeworfen“.

Einen Tag im Februar geschlossen

Die sogenannte „Umflaggung“ der Tankstelle von blau zu gelb-rot findet in der zweiten Februarwoche statt, im laufenden Betrieb. Nur am Dienstag, 9. Februar, bleibt die Tankstelle geschlossen, da an diesem Tag auch das neue Kassensystem eingebaut wird. „Wir hoffen selbstverständlich, dass unsere Kunden uns auch künftig erhalten bleiben“, betont der Pächter Jörg Przybilla.

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