Umwelt

Stremmer macht Ortstermin an Sandgrube in Kirchhellen

Stein des Anstoßes: Die Sandgrube zwischen Altem Postweg und Kletterpoth war erneut Thema im Naturschutzbeirat.

Stein des Anstoßes: Die Sandgrube zwischen Altem Postweg und Kletterpoth war erneut Thema im Naturschutzbeirat.

Foto: Michael Korte

Bottrop-Kirchhellen.  Die Sandgrube am Kletterpoth ist noch immer Gesprächsthema im Naturschutzbeirat. Geschäftsführer Lars Fiele lädt im Juni zur Besichtigung ein.

Es ist die Sandgrube zum Kletterpoth, die seit Jahren für Unmut bei Bürgern sorgt. Jetzt unternimmt das Unternehmen Stremmer Sand und Kies einen neuen Anlauf, um für Transparenz zu sorgen, und lädt zu einem Ortstermin ein.

Hintergrund des Konfliktes am Alten Postweg ist die Befürchtung des Naturschutzbeirats, das weiterhin Wasser aus dem neuen Stremmer-Tagebau am Kletterpoth Schadstoffe in den Schwarzbach tragen könnte.

Obwohl der zunächst ebenfalls skeptische Fachbereich Umwelt inzwischen sicher ist, dass sich die Gewässerbelastung in den erlaubten Grenzen halten wird, hatte der Beirat im März den Wunsch geäußert, dass ein Sachverständiger aus den eigenen Reihen mindestens die ersten beiden Wasserproben überwachen solle.

Missverständnisse in der Kommunikation

Ausschussvorsitzender Hans-Jürgen Fey hatte damals gehofft: „Es ist Misstrauen entstanden, das sich so vielleicht ausräumen lässt.“ Das gelang bisher allerdings nicht wirklich, weil es bei der verabredeten Terminen zu Missverständnissen gekommen war. Das Unternehmen hatte zwar zur Besichtigung eingeladen, allein: Die Einladung hatte es nicht aus der Verwaltung der Stadt Bottrop heraus geschafft. Weder die Naturschutzverbände noch der Sachverständige des Naturschutzbeirates wurden informiert. Wie sich herausstellte: Ein Missverständnis in der Kommunitaktion.

Lediglich zwei Mitarbeiter der Verwaltung waren dementsprechend bei den Proben vor Ort. Die Ergebnisse dieser Tests sind noch nicht zum Beirat durchgedrungen.

Jetzt unternimmt Stremmer also einen neuen Anlauf am 18. Juni. „Jeder, der Interesse hat, kann - natürlich nach Anmeldung - vorbeikommen“, betonte Lars Fiele, Mitglied der Geschäftsführung von Stremmer. Besichtigungen der Grube seien ohnehin „jederzeit“ möglich. „Es gibt nichts, was wir zu verstecken hätten“, sagte Fiele, der im Beirat sichtlich um Klärung der Missverständnisse bemüht war.

Hans-Jürgen Fey betonte noch einmal, dass es dem Beirat vornehmlich darauf ankomme, zu überprüfen, ob die Grenzwerte im sogenannten Sümpfungsbecken eingehalten würden, ehe das Wasser in den Schwarzbach abgegeben werde.

Auf die Frage, wie lange der Abbau noch dauern werde, konnte Fiele nicht konkret antworten. „Aktuell gehen wir davon aus, dass wir in diesem Jahr mit dem Abbau fertig werden“, so Fiele.

Grünstreifen soll wiederhergestellt werden

Gesprächsthema war auch der nahe der Grube befindliche Grünstreifen. Auch hier versicherte Fiele, dass Stremmer für eine ordnungsgemäße Bepflanzung sorgen werde und auch für eventuelle Spätschäden bei entsprechenden Sträuchern aufkommen würde.

>>> Fehlende Proben auf Altlasten waren Grund für Skepsis

Die Skepsis des Beirates gegenüber dem Tagebau liegt in der Genehmigungsgeschichte des Projektes. Als Stremmel seinen Betriebsplan für den Abbau vorlegte gab es Kritik wegen fehlender Proben auf Altlasten, die ausgespült werden könnten.


Das Gebiet liegt zwischen vier Feldern, die zum Teil mit Bauschutt verfüllt worden waren.

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