Ermittlungen

Polizist zieht Waffe: Autofahrer (29) droht, ihn umzufahren

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Ein Screenshot aus dem Video, das die Kontrolle in Bottrop zeigt.

Ein Screenshot aus dem Video, das die Kontrolle in Bottrop zeigt.

Foto: Screenshot

Bottrop.  Eine Kontrolle in Bottrop ist aus dem Ruder gelaufen: Ein Polizist zieht die Waffe, ein Autofahrer beleidigt die Beamten. Es laufen Ermittlungen.

Bei WhatsApp und in sozialen Netzwerken kursiert seit dem Wochenende ein Video, das zeigt, wie ein Polizist bei einer Verkehrskontrolle mit seiner Waffe auf den Autofahrer zielt. Die Polizei Dortmund als neutrale Behörde überprüft nun den Vorfall.

Der 29 Jahre alte Autofahrer aus Gladbeck war am Abend des 14. Januars auf der Osterfelder Straße angehalten worden. Zu der Frage, was genau vor dem knapp zweiminütigen Video passiert ist, konnte Polizeisprecherin Ramona Hörst am Dienstagnachmittag noch keine konkreten Angaben machen, weil das Teil der Untersuchungen durch die Polizei Dortmund ist.

Polizist zielt mit Waffe auf Autofahrer in Bottrop: Fahrzeug sichergestellt

In dem Video ist zu sehen, wie ein Polizist vor dem am Seitenstreifen der Osterfelder Straße geparkten silbernen Mercedes steht und mit der Waffe auf den Fahrer zielt. Eine Polizistin steht neben dem Wagen. Der Autofahrer ruft: „Schieß, schieß, schieß! Nur weil du keinen Grund findest, willst du mich jetzt ficken, ne?“ Die Polizistin fordert ihn auf, das Handy auszumachen, daraufhin sagt der Mann: „Ich mache kein Handy aus, ich will das alles zeigen.“

Mehrmals beleidigt der Autofahrer die beiden Polizisten, ruft ihnen zu, sie sollten weggehen. Dann fährt er an, der Polizist bleibt aber vor dem Wagen stehen. Ein Wagen des Kommunalen Ordnungsdienstes parkt den Mercedes schließlich zu, der Fahrer steigt aus.

Das Fahrzeug ist laut Polizeiangaben sichergestellt worden. Es hatten Hinweise auf Mängel am Fahrzeug vorgelegen, sodass der Verdacht bestand, dass die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges erloschen ist. Ein Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer des Wagens wurde wegen des Verstoßes gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung, Beleidigung, Nötigung im Straßenverkehr und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet.

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