Bottroper Stadtjubiläum

Stauder füllt Bottroper mit 20.000 Flaschen Jubiläumsbier ab

Pressesprecher Andreas Pläsken, Bürgermeister Klaus Strehl, Brauereichef Axel Stauder, Bürgermeisterin  Monika Budke, OB Bernd Tischler, Andreas Kind und Holger Czeranski präsentieren das Bier zum Stadtjubiläum vor dem Bottroper Rathaus.

Pressesprecher Andreas Pläsken, Bürgermeister Klaus Strehl, Brauereichef Axel Stauder, Bürgermeisterin Monika Budke, OB Bernd Tischler, Andreas Kind und Holger Czeranski präsentieren das Bier zum Stadtjubiläum vor dem Bottroper Rathaus.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.  „Einhundert“ - so etikettiert die Brauerei Stauder ihr Pils zur 100-Jahrfeier der Stadtwerdung. Design stammt aus Bottrop, der Inhalt aus Essen.

Eine städteübergreifende Kooperation der etwas anderen Art hat man sich zum 100-Jährigen Stadtjubiläum ausgedacht: ein Bier. Genauer gesagt: das Etikett für das Premium Pils „Einhundert“, das ab sofort und nur in Bottrop erhältlich ist. In den Flaschen ist frisches Stauder. Denn - ein kleiner Wermutstropfen im Jubiläumsjahr: Bottrop hat keine eigene Brauerei mehr.

Seit 51 Jahren wird in Bottrop kein Bier mehr gebraut

Schon 1969 zum 50. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte konnte man nicht mehr mit dem guten alten „Westfalia“-Bier made in Bottrop anstoßen. Brauereibesitzerfamilie Jansen hatte 1967 mit der Duisburger König-Brauerei fusioniert und bereits ein Jahr später den Brauereibetrieb komplett eingestellt.

Das hatte dann Zug um Zug neben anderen auch Stauder aus Essen auf den Plan gerufen. Heute, fünf Jahrzehnte später gilt Bottrop - mit kleinen Einschränkungen - als Stauder-Land, wie Axel Stauder bei der Präsentation des „Einhundert“ im frisch renovierten Rathaus auch bestätigt.

So mussten die Ideengeber für ein Bier-Sonderedition in Rathaus, Kulturamt und der Agentur B&C auch keine großen Überredungskünste anwenden. „Die Essener waren schnell mit im Boot, als es um Bier für Bottrop ging“, sagt auch Bernd Tischler. Ob die Idee aus einer Bierlaune heraus entstand, darüber bewahrten jedenfalls nicht nur der Oberbürgermeister, sondern auch alle anderen Beteiligten Stillschweigen.

Vielleicht ein Sammlerstück

Das Bottrop-Etikett kommt klassisch-elegant daher. Für die dem Anlass entsprechende leicht nostalgische Note sorgt das Rathaus, das wie eine dezente Farbradierung daherkommt. Der Schriftzug „Einhundert“ hat beinahe noch eine Sütterlin-Anmutung währen die stilisierte Stadtsilhouette und das „bottrop.“-Logo den 100-Jahre-Bogen bis heute schlagen.

So könnte die hübsch etikettierte Flasche direkt ein Sammlerstück werden. Vor allem angesichts der Stückzahl von 1000 Kisten zu 20 Flaschen. Die sollten zuvor aber ausgetrunken sein. Denn auch da endet das Mindesthaltbarkeitsdatum nach sechs Monaten. „Vor 100 Jahren hat man viel schneller austrinken müssen“, sagt Axel Stauder. Denn weder von den technischen Möglichkeiten noch von der Qualität der Zutaten her, hätte ein Pils 1919 so lange gehalten. Und vom Geschmack her betrachtet? „Pils von damals würde heute niemand mehr trinken wollen“, so der Mitinhaber der Familienbrauerei. Von dieser Art gibt es übrigens im Biertrinkerland zwischen Ruhr und Emscher nur noch zwei: Fiege in Bochum und Stauder in Essen.

Jubiläumsjahr diente auch als Preisgrundlage

1919, das Jahr, in dem Bottrop die Stadtrechte erhielt, ist auch die Preisgrundlage: 19,19 Euro pro Kiste. 1000 Kisten spendet Stauder abzüglich der Herstellungskosten. Was übrig bleibt, fließt ins Stadtjubiläum. Erhältlich ist das Pils ab sofort bei der Agentur B&C, Gladbecker Str. 19b, 46236 Bottrop, und am 13. April beim Tag des offenen Rathauses.

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