Jugend und Freizeit

Stadt Bottrop sucht neuen Mieter für Jugendkombihaus

Über viele Jahre belebte die Diskothek Prisma das Jugendkombihaus. Die ist aber seit 2017 Geschichte.

Über viele Jahre belebte die Diskothek Prisma das Jugendkombihaus. Die ist aber seit 2017 Geschichte.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Die Veranstaltungshalle im Bottroper Jugendkombihaus steht seit Monaten leer. Ein Mieter wird gesucht. Doch nicht jede Nutzung ist dort möglich.

Die Stadt sucht einen neuen Mieter für die Veranstaltungshalle im Jugendkombihaus in der Boy. Bis Ende Juli haben Interessenten noch Zeit, ein Mietangebot mit einem für die Zielgruppe der Jugendlichen passenden Nutzungskonzept einzureichen. Die sind aber offenbar gar nicht so leicht zu finden: Weil eine erste Ausschreibung zu keinem Ergebnis führte, wurde jetzt eine neue Ausschreibungsrunde gestartet.

„In der ersten Runde waren keine tauglichen Bewerber dabei“, berichtet Dezernent Paul Ketzer. Es habe welche mit vernünftigen Konzept gegeben, die seien dann aber abgesprungen. Die übrig blieben, seien nicht geeignet gewesen.

Diskothek Prisma belebte lange Jahre das Jugendkombihaus

Seit Ende letzten Jahres gibt es laut Ketzer schon keinen Mieter bzw. Pächter für die Veranstaltungshalle mehr. Lange Jahre war dort die Diskothek Prisma beheimatet. 2017 wandelte der Betreiber die Nachterlebniswelt dann ins Red-Eventcenter mit dem Schwerpunkt auf Firmenveranstaltungen, Kongresse, Tagungen und Privatfeiern um. „Es scheint insgesamt ein Trend zu sein, dass simple Großraumdiscos nicht mehr laufen“, meint der Dezernent. Auch die anderen Pläne hätten sich zerschlagen.

Passendes Nutzungkonzept ist für das Mietangebot wichtig

Ein passendes Nutzungskonzept ist ein wichtiger Bestandteil des Mietangebots möglicher Interessenten. „Im Jugendkombihaus stecken Fördergelder“, erläutert Ketzer. Der Förderzweck lasse vieles zu, aber nicht alles – „kein bayerisches Brauhaus zum Beispiel“ meint der Dezernent. Er erläutert: „Die Veranstaltungshalle ist Bestandteil des Jugendkombihauses. Sie muss Veranstaltungen und Konzepte haben, die der Zielgruppe geschuldet sind. Da reicht es nicht aus, einmal im Jahr eine Abiturfeier zu machen.“

Apropos Feier: Ob mit oder ohne Betreiber, die Karnevalisten können den Veranstaltungsort trotzdem nutzen. „Das war dieses Jahr schon der Fall und hat funktioniert, wenn auch mit viel Aufwand für die Gesellschaft“, sagt Ketzer. „Die Karnevalisten werden auf jeden Fall wieder dort rein können.“

Zentrum für Jugend, Kultur, Freizeit und Arbeit

Das Jugendkombihaus an der Ruhrölstraße 3 wurde als Zentrum für Jugend, Kultur, Freizeit und Arbeit gebaut. Neben der Veranstaltungshalle beherbergt es die Jugendberufshilfewerkstatt der Arbeitsförderungsgesellschaft Gafög und die städtische Jugendeinrichtung Einstein. „Jetzt ist ein wenig Geduld angesagt“, glaubt Ketzer. Und Hoffen darauf, „dass sich jemand meldet, dem man guten Gewissens die Veranstaltungshalle vermieten kann.“

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