Fotoausstellung

St. Barbara gab der Gemeinde immer ein Stück Heimat

Brigitte Dickhut genannt Brinkmann sieht sich ein Album an mit Fotos aus dem bewegten Gemeindeleben des Barbaraheims.

Brigitte Dickhut genannt Brinkmann sieht sich ein Album an mit Fotos aus dem bewegten Gemeindeleben des Barbaraheims.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.   2007 wurde in der St. Barbara der letzte Gottesdienst gefeiert.. Die Gemeinde ist dank des Barbaraheims weiterhin aktiv.

Im Vorraum des Barbaraheimes in Lehmkuhle zeigte der Förderverein am Donnerstag die Ausstellung „Kirche und Pfarrheim, Ereignisse und Erlebnisse in fünf Jahrzehnten“. Fotos, Zeichnungen und Beschreibungen dokumentierten hier die wechselvolle Geschichte der Gemeinde, die 2007 den letzten Gottesdienst in der Kirche St. Barbara feierte. Ein Teil der Ausstellung ist dem 2017 verstorbenen letzten Pfarrer Rudolf Garus gewidmet, der bis zu seiner Pensionierung in St. Barbara die Gemeinde prägte. Seine Predigten blieben vielen Gottesdienstbesuchern in lebendiger Erinnerung.

Die Geschichte der Kirche ging 2013 mit dem Glockenabbau zu Ende. Die so genannte „Patenglocke“, die 1955 aus Polen nach Bottrop gekommen war, wurde schon 2011 feierlich an die ursprünglichen Eigentümer zurück gegeben.

Der 82-jährige Horst Michael besucht mit seiner Tochter Birgit die Ausstellung und schwelgt in Erinnerungen. Der ehemalige Bergmann gehörte zur Knappengarde von St. Barbara und war seit den Jugendtagen mit der Gemeinde verbunden. Heute wohnt er in der Demenz-WG, die auf dem Gelände errichtet wurde, „wo früher das Gotteshaus war.“

„Man kam von einem Ehrenamtsposten zum anderen“

Gisela Bagh (74) blättert in einem Fotoalbum und erinnert sich an die Kommunion und Messdienerzeit ihrer Söhne, und sie schwärmt von den „tollen Karnevalsveranstaltungen im vollen Pfarrheim“. Sie wohnt seit 42 Jahren im Springfeld und war von Anfang an in der Pfarrgemeinde aktiv. „Man kam von einem Ehrenamtsposten zum anderen.“ Heute ist sie Sprecherin des Leitungsteams der KFD. Sie hat viele schöne Erinnerungen, „aber alles im Leben hat seine Zeit“.

Dieter Scharfenkamp kennt noch die Gründungszeit des Barbaraheimes. Seine Urgroßmutter wohnte in dem Haus, das später dem Heim weichen musste. „Ich bin mit dem Tretroller zur Oma gefahren“, berichtet er und zeigt einige alte Schwarz-Weiß-Aufnahmen.

Der sehr aktive Verein Barbaraheim hält viele am Laufen

2007 gründete sich der sehr aktive „Verein Barbaraheim Bottrop-Lehmkuhle“, der heute noch das ehemalige Pfarrheim betreibt. „St. Barbara war für die Menschen ein Stück Heimat“, erläutert die Vorsitzende, Elisabeth Herholz. Das wichtigste Wort heißt Gemeinschaft. Man will in Lehmkuhle einen sozialen Treffpunkt erhalten, auch wenn die Kirche nicht mehr da ist. Im letzten Jahr verzeichnete man mehr als 6000 Besucher bei den verschiedenen Veranstaltungen. Ein Eintrag im Gästebuch sagt es treffend: „Schön, dass ihr alles am Laufen haltet.“

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