Freizeit

Sportler und Politiker kämpfen für beleuchtete Laufstrecke

Ulrike Theis-Dorighi, Hans Abts und Jörg Schlegel von Adler Langlauf stellen einen möglichen Streckenverlauf im Stadtgarten vor.

Foto: Heinrich Jung

Ulrike Theis-Dorighi, Hans Abts und Jörg Schlegel von Adler Langlauf stellen einen möglichen Streckenverlauf im Stadtgarten vor. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   SPD unterstützt Idee einer beleuchteten Joggingstrecke. Verwaltung soll Kosten kalkulieren. Adler Langlauf bringt mögliche Strecke ins Gespräch.

Adler Langlauf und die SPD wollen die Diskussion um eine beleuchtete Joggingstrecke in der Stadt wieder beleben. Die Sportpolitiker in der SPD bereiten dazu einen Antrag für die nächste Sitzung des Sportausschusses vor.

Die Genossen wollen von der Verwaltung wissen, wie teuer es wäre, eine solche Strecke einzurichten und ob es nicht Möglichkeiten gibt, Synergien zu nutzen, wenn für die Erweiterung des Museums sowie in dem Bereich gebaut werde. Auch die neue Radroute „Radquadrat“ führe durch den Bereich, möglicherweise ergeben sich auch darüber Anknüpfungspunkte, so die Überlegungen von Jürgen Koch, Sprecher der SPD im Sportausschuss, und Rüdiger Lehr, Vorsitzender der SPD-Altstadt.

Teilweise bereits beleuchtet

Die Mitglieder von Adler Langlauf haben sich Gedanken über eine mögliche Laufstrecke gemacht und sie den SPD-Mitgliedern vorgestellt.

Geht es nach den Adlern, führt die beleuchtete Strecke durch den Stadtgarten, über den Bahndamm zum Egon-Bremer-Platz, dann links über den Weg zur Hans-Böckler-Straße, im weiteren Verlauf vorbei am Overbeckshof und wieder zurück zum Ausgangspunkt am Torbogen.

Der Vorteil: Gut zwei Drittel der Strecke sind bereits beleuchtet, wie Ulrike Theis-Dorighi sagt, stellvertretende Vorsitzende von Adler Langlauf. Außerdem seien die Wege als Untergrund für Läufer geeignet und müssten nicht eigens hergerichtet werden. Aus Sicht des Vereins müsste also nur noch der Rest der Wegstrecke mit Laternen versehen werden. Profitieren würde die ganze Stadt.

Intelligente Lichtsteuerung einsetzen

Tatsächlich zeigt ein Blick in die Nachbarstadt Gladbeck mit der beleuchteten Strecke in Wittringen, wie beliebt solche Angebote sind – längst auch unter Bottroper Freizeitsportlern. Doch nicht nur bei denen: „Auch wir vom Verein fahren regelmäßig nach Wittringen, um dort zu trainieren“, sagt Hans Abts.

Wichtig sei dabei jedoch, auf eine intelligente Lichtsteuerung zu setzen, sagt Jörg Schlegel, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender bei Adler Langlauf. Schließlich müsse nicht zwangsläufig die ganze Nacht über die Strecke erleuchtet werden.

SPD will zur Haushaltsberatung Zahlen haben

Ein Punkt, der auch Lehr wichtig ist, setzt er sich doch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses gegen „Lichtverschmutzung“ ein und wirbt für die intelligente Beleuchtung. Aus seiner Sicht könnte das Licht zur Schonung von Insekten und anderen Tieren gelb sein, denkbar sei auch, dass die Laternen etwas gedimmt werden und nur mit voller Kraft leuchten, wenn sich jemand nähert. Entsprechende Überlegungen erhofft sich Lehr auch von der Verwaltung.

Es ist der zweite Vorstoß zu diesem Thema. Vor gut einem Jahr gab es bereits Gespräche zwischen Adler und der Stadtverwaltung. Damals scheiterte die Idee an den Finanzen. Seitens der Verwaltung hieß es lediglich, es gebe keine geeigneten Fördertöpfe für so etwas. Das will die SPD so nicht stehen lassen und hat sich deshalb nun eingeschaltet. Lehr: „Bis zu den Haushaltsberatungen wollen wir genau wissen, was das Projekt kostet.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik